Die ganze Welt kennt diese Tradition aus Wilsdruff

Bei Knox vor den Toren Dresdens werden die verschiedensten Sorten produziert, 
gefragt sind vor allem Weihrauch, Myrrhe und Sandel.
Bei Knox vor den Toren Dresdens werden die verschiedensten Sorten produziert, gefragt sind vor allem Weihrauch, Myrrhe und Sandel.  © Steffen Füssel

Dresden - Sie gehören zu Weihnachten wie Tannebaum und Schwibbogen. Und werden wie schon vor 151 Jahren nach traditionellem Rezept hergestellt.

Die Räucherkerzen von Knox sind ein Renner, dampfen mittlerweile auf der ganzen Welt.

Äußerst beliebt sind die Selbstknet-Kurse in der Räuchermittelfabrik in Mohorn (bei Wilsdruff).

„Eigentlich geht es bei uns zu wie in einer Bäckerei“, lacht Dennis Koch-Beier (41). Dabei knetet der Produktionsleiter einen schwarzen Teig, bestehend aus Holzkohle und Kartoffelstärke. Die Masse ist ähnlich dem eines Plätzchenteiges, aber noch ohne die berühmten Gerüche. Dafür muss sich jeder Teilnehmer der Selbstknetkurse die Hände schmutzig machen.

Heißt: Kugeln kneten und das bereitstehende Duft-Pulver seiner Wahl hinzufügen.

Sie gehört zum Familienbetrieb: Alexandra Koch (41) beim Formen einer Räucherkerze.
Sie gehört zum Familienbetrieb: Alexandra Koch (41) beim Formen einer Räucherkerze.  © Steffen Füssel

Der Chef: „Ganz traditionell sind das Weihrauch, Myrrhe und Sandel – frisch vor Ort aus Originalrohstoffen gemahlen.“

Und Tradition wird im Familienbetrieb seit 1865 groß geschrieben. 65 Tonnen jährlich stellen die zehn Mitarbeiter in Mohorn-Grund an der Triebisch her. Exportiert werden die Kerzen weltweit, auch nach Japan, China oder in die USA.

Dennis Koch-Beier: „Dabei sind auch exotische Düfte wie Feuerzangenbowle, Glühwein oder Lavendel nachgefragt.“

m Knetkurs wird derweil kräftig geformt. Zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger entstehen meist eckige Kerzen. Anders als in der Fabrik - die sind überwiegend rund. Bis die eigene „Handmade“-Kerze dann glimmt, braucht es allerdings Geduld. Fünf bis sieben Tage dauert die Trocknung – genau so wie bei den Kerzen vom Fließband.

Im hauseigenen Museum kann man sich übrigens von der Tradition des Hauses überzeugen. Selbst Kerzen kneten ist allerdings erst im Januar wieder möglich. Die Kurse sind derzeit völlig ausgebucht. Info

Beim Selberkneten darf man sich auch schmutzig machen. Aus dieser Masse 
entstehen die Kerzen.
Beim Selberkneten darf man sich auch schmutzig machen. Aus dieser Masse entstehen die Kerzen.  © Steffen Füssel

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