Nach Klage von Muslima: Doch kein Burkini-Verbot für städtische Schwimmbäder!

Koblenz - Das rheinland-pfälzische Oberverwaltungsgericht hat das Koblenzer Burkini-Verbot für städtische Schwimmbäder vorläufig gekippt.

Die Klägerin habe von ihrem Arzt Schwimmbadbesuche empfohlen bekommen (Symbolfoto).
Die Klägerin habe von ihrem Arzt Schwimmbadbesuche empfohlen bekommen (Symbolfoto).  © DPA

Das entsprechende Verbot in der Badeordnung verstoße gegen das verfassungsrechtliche Gleichbehandlungsgebot, entschied das Gericht nach Mitteilung vom Freitag in Koblenz in einem Eilverfahren.

Damit dürfe die Klägerin ab sofort wieder im Burkini - ein Ganzkörper-Badeanzug - ins Wasser der städtischen Schwimmbäder steigen.

Die Muslimin hatte erklärt, wegen einer Rückenkrankheit seien ihr ärztlich Schwimmbadbesuche angeraten worden, um ihre Schmerzen zu lindern. Wegen ihres Glaubens könne sie nur mit einem Burkini schwimmen.

Der Koblenzer Stadtrat hatte mit knapper Mehrheit beschlossen, dass Badegäste nur in Badehose, Badeanzug, Bikini oder Badeshorts schwimmen dürfen. Bei Burkinis sei die Kontrolle auf offene Wunden, Ausschläge und anstoßerregende Krankheiten unmöglich.

Die Anfang 2019 in Kraft getretene neue Badeordnung hatte überregional für Aufsehen gesorgt.

Zwei Muslima stehen im Burkini vor einem Schwimmbecken (Symbolfoto).
Zwei Muslima stehen im Burkini vor einem Schwimmbecken (Symbolfoto).  © DPA

Titelfoto: DPA


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