Kölns OB Reker lehnt Ausbaupläne des 1. FC Köln im Grüngürtel ab!

Köln - Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker lehnt die Ausbaupläne des 1. FC Köln für sein Trainingsgelände ab und hat dem Fußball-Bundesligisten gar einen Umzug auf einen Standort außerhalb der Stadt nahegelegt.

Die Ausbaupläne am Geißbockheim im Plan. Die neuen Trainingsplätze würden mitten im Grüngürtel entstehen.
Die Ausbaupläne am Geißbockheim im Plan. Die neuen Trainingsplätze würden mitten im Grüngürtel entstehen.  © Stadt Köln/ 1. FC Köln

"Ich würde das nicht als Drohung verstehen. Ich denke vielmehr in der Region", sagte die parteilose Politikerin der "Kölnischen Rundschau" (Samstag) zur Frage, ob der 1. FC Köln auch außerhalb Kölns ein Trainingszentrum bauen könnte.

Reker ging damit erstmals öffentlich auf Distanz zu den Plänen des Clubs, im Kölner Grüngürtel Kunstrasenplätze und ein Nachwuchsleistungszentrum zu bauen. Die neuen Plätze würden parallel zur Militärringstraße im Grünen entstehen.

Sie begründete ihre Haltung mit den Bedenken von Umweltschützern, die mit dem in Köln beschlossenen Klimanotstand argumentieren: "Der Klimanotstand ist ernst gemeint. Es hat ein Umdenken stattgefunden."

Das überregional bekannte Geißbockheim liegt idyllisch in einem Waldgebiet am Rande der Stadt und ist gerade im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel für viele Kölner.

Dem FC ist das Trainingsgelände indes zu klein geworden.

Auch gewünschter Ausbau des Stadions findet keine Unterstützung der Oberbürgermeisterin

Jonas Hector beim Training am Geißbockheim.
Jonas Hector beim Training am Geißbockheim.  © DPA

Auch einen vom 1. FC Köln geplanten Ausbau des Rheinenergie-Stadions auf ein Fassungsvermögen von bis zu 75.000 Zuschauern lehnt Reker ab: "In der vom FC gewünschten Form wird der Ausbau dort voraussichtlich nicht möglich sein."

Insbesondere von der Ablehnung der Oberbürgermeisterin zum Ausbau des FC-Trainingszentrums zeigte sich der Kölner Geschäftsführer Alexander Wehrle überrascht.

"Wir befinden uns in einem geordneten Verfahren und tun alle gut daran, dessen Ende abzuwarten", sagte Wehrle. Einen Umzug in die Region außerhalb Kölns lehnt der Club ab.

"Unsere Heimat ist das Geißbockheim", sagte Wehrle, der gar von einer angekündigten Baugenehmigung des Baudezernenten der Stadt sprach. "Wenn sich daran etwas geändert hat, müsste uns die Stadt das sagen", sagte Wehrle.

Kölner können sich bis Ende August zu dem Bebauungsplan im Grüngürtel äußern. Alle Dokumente finden Interessierte hier im Kölner RatsInfo-System.

Der 1. FC Köln warb bereits bei seinen Mitgliedern und Fans für eine Beteiligung, stellte seine Sicht der Dinge umfangreich dar. Umgekehrt gibt es Protest gegen den geplanten Ausbau im Grüngürtel der Stadt Köln.

Henriette Reker (parteilos) ist gegen einen Ausbau des Geißbockheims mit weiteren Trainingsplätzen im Grüngürtel.
Henriette Reker (parteilos) ist gegen einen Ausbau des Geißbockheims mit weiteren Trainingsplätzen im Grüngürtel.  © DPA

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