Kampf gegen Krebs: 1. FC Köln drückt gegnerischem Trainer die Daumen

Kitzbühel/Köln - Am Freitagabend gewann der 1. FC Köln das Testspiel gegen italienischen Fußball-Erstligisten FC Bologna mit 3:1 (2:0). Doch während auf dem Platz die Spieler sportlich gegeneinander antraten, kämpft FC-Bologna-Trainer Siniša Mihajlović (50) gegen den Krebs. Er ist an Leukämie erkrankt.

Der Trainer des italienischen Erstligisten FC Bologna, Siniša Mihajlović (50), leidet an Leukämie.
Der Trainer des italienischen Erstligisten FC Bologna, Siniša Mihajlović (50), leidet an Leukämie.  © Andrea Di Marco/ANSA/AP/dpa

Der Serbe hatte seine Erkrankung im Juli unter Tränen auf einer Pressekonferenz öffentlich gemacht.

Nach dem Testspiel des 1. FC Köln gegen den FC Bologna wünschten die Kölner dem Trainer alles Gute.

"Wichtiger als dieses Spiel und das Ergebnis ist jedoch, dass Bolognas Trainer Sinisa Mihailovic seinen Kampf gegen den Krebs gewinnt. Der #effzeh wünscht ihm viel Kraft und alles Gute!"

Der italienische Verein bedankte sich auch bei Twitter für die Wünsche.

Superstar Francesco Totti, dessen Karriere beim AS Rom in den 90er Jahren an der Seite von Mihajlović begann, schrieb im Juli bei Instagram: "Ich werde mit dir kämpfen und jubeln, denn es wird ein Sieg sein."

Auch von vielen Vereinen und sogar aus der Politik gab es Zuspruch für den ehemaligen Fußballspieler.

Er werde kämpfen und die Krankheit besiegen, hatte der Serbe vor wenigen Wochen gesagt. "Es sind keine Tränen der Angst. (...) Diese Herausforderung werde ich gewinnen (...) für alle, die mich lieben."

Für seine Worte bekam er spontanen Applaus im Presseraum. Der Sportdirektor des Clubs, Walter Sabatini, sagte, Mihajlović bleibe Trainer in Bologna.

Die ehemaligen Clubs des Serben schlossen sich den guten Wünschen an. "Wir haben viel zusammen gewonnen. Auch in diesem Kampf stehen wir zusammen", hieß es auf dem Twitter-Account des Erstligisten Lazio Rom.

Auch Inter Mailand, der AC Mailand, der FC Turin und Sampdoria Genua teilten ähnliche Nachrichten in den sozialen Medien. Mihajlovićs Tochter Viktorija bedankte sich in einer Instagram-Story für die viele Ermutigung.

Italiens Innenminister Matteo Salvini wünschte Mihajlović bei Twitter ebenfalls alles Gute. "Auf geht's serbischer Krieger! (...) Du wirst auch diesen Kampf gewinnen." Der Chef der rechten Lega ist bekennender Fan des AC Mailand, den Mihajlović von 2015 bis 2016 trainierte.

Die Trainer-Karriere des Serben begann 2006 als Co-Trainer bei Inter Mailand. Zwei Jahre später wechselte er zum ersten Mal nach Bologna. Nach mehreren Stationen in Italien, einer Zeit als serbischer Nationaltrainer und einem kuriosen, eineinhalb Wochen langen Intermezzo beim portugiesischen Club Sporting Lissabon kehrte er Anfang 2019 in die norditalienische Stadt zurück. Zuletzt war Mihajlović auch als Nachfolger von Massimiliano Allegri bei Italiens Rekordmeister Juventus Turin gehandelt worden.

Als aktiver Spieler galt Mihajlović unter anderem als Freistoßspezialist. Er nahm an der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 teil, gewann den Europapokal der Landesmeister mit Roter Stern Belgrad und holte in Italien zwei Meistertitel und vier Pokalsiege.

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