Antisemitische Beleidigungen: Kölner Rabbi zieht traurige Konsequenz

Köln – Die Kölner Synagogengemeinde beklagt massive verbale Angriffe auf ihren Rabbiner in der Öffentlichkeit. Der Rabbi hat daher nun reagiert.

Der Kölner Rabbiner Yechiel Brukner sah sich zuletzt massiven Beleidigungen in der Öffentlichkeit ausgesetzt (Symbolbild).
Der Kölner Rabbiner Yechiel Brukner sah sich zuletzt massiven Beleidigungen in der Öffentlichkeit ausgesetzt (Symbolbild).  © DPA

Rabbi Yechiel Brukner sei in Bussen und Bahnen in Köln massiv antisemitisch beschimpft worden, sagte der Geschäftsführer der Synagogengemeinde, David Klapheck, der "Kölnischen Rundschau".

Zu körperlichen Angriffen sei es nicht gekommen. "Es ging aber so weit, dass ihm vorgehalten wurde, die Juden seien doch selbst schuld an dem Leid, dass sie erfahren haben", sagte Klapheck. Die verbalen Angriffe seien aus allen Teilen der Gesellschaft gekommen.

Der Rabbiner, der mit seiner Kippa - der jüdischen Kopfbedeckung - viel in Bahnen und Bussen unterwegs gewesen sei, nutze deshalb nun einen Dienstwagen.

2017 gab es in NRW 324 antisemitische Straftaten und damit neun Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auch im gesamten Bundesgebiet gab es einen leichten Anstieg dieser Straftaten um 2,5 Prozent auf 1504 Fälle (TAG24 berichtete).

Der Rabbi will zukünftig auf Fahrten mit Bus oder Bahn verzichten (Symbolbild).
Der Rabbi will zukünftig auf Fahrten mit Bus oder Bahn verzichten (Symbolbild).  © DPA

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Köln Kultur & Leute:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0