Stadt Köln will leere Asyl-Container verschenken, Kritik von der SPD-Fraktion

Köln - Die Stadt Köln will kostenlos 253 alte Wohncontainer verschenken. Sie wurden bis Ende September 2019 für Flüchtlinge in einer inzwischen leergezogenen Unterkunft an der Eygelshovener Straße genutzt.

Die Stadt Köln will etliche Wohncontainer verschenken.
Die Stadt Köln will etliche Wohncontainer verschenken.  © dpa/Carsten Rehder

Weil sich kein Käufer für die abgenutzten Wohncontainer fand, sollen sie jetzt verschenkt werden.

Zeitgleich prüft das Amt für Wohnungswesen noch, ob einige der Container anderweitig von der Stadt genutzt werden können, so die Stadtverwaltung.

Die zu verschenkenden Container müssen kurzfristig auf eigenen Kosten abgeholt werden, betonte die Stadt. Das Angebot richte sich an Privatpersonen und Institutionen.

Es handle sich nicht um übliche Stahl-Container, sondern um Kunstoffverbund-Container mit Stahlverstärkungen. Fast alle Container hätten Durchbrüche mit Türen.

Michael Paetzold, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, teilte mit: "Wir erwarten schnellstmöglich ein Konzept, wie die Container als Notunterkunft von Studenten und Obdachlosen genutzt werden können. Warum dies nicht möglich sein soll, ist für uns nicht nachvollziehbar."

Es gehe um Wohncontainer im Wert von mehreren Millionen Euro, viele Menschen seien obdachlos.

Titelfoto: dpa/Carsten Rehder

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