Ford setzt in Europa auf Hybrid- und Elektroautos

Frankfurt am Main/Köln – Ford will anders als sein großer US-Rivale General Motors am Geschäft in Europa festhalten.

Stuart Rowley ist seit dem 1. April 2019 Europa-Chef von Ford (Bild-Montage).
Stuart Rowley ist seit dem 1. April 2019 Europa-Chef von Ford (Bild-Montage).  © Bild-Montage Oliver Berg/dpa, Eric W. Perry/Ford/d

"Wir haben keine Pläne, Europa zu verlassen", sagte Europa-Chef Stuart Rowley am Rande der Automesse IAA in Frankfurt.

"Wir sind seit mehr als 100 Jahren hier und wollen noch viele Jahre bleiben."

Ford rechnet damit, dass zum Jahr 2022 rund die Hälfte seiner in Europa verkauften Fahrzeuge Hybrid- oder Elektro-Antriebe haben werde, sagte Rowley. Wie hoch dabei der Anteil reiner Stromer sein könnte, lässt Ford offen.

Die Einführung von Ford-Robo-Taxis in Europa sei eher auf lange Sicht zu erwarten. "In nächster Zeit wird das persönliche Fahrzeug weiter unser Hauptgeschäft sein - und es wird uns auch erhalten bleiben."

Der Konzern testet selbstfahrende Autos aktuell unter anderem in Miami und der US-Hauptstadt Washington. Ford ging bei der Roboterwagen-Technologie zudem eine globale Allianz mit Volkswagen ein.

Ford hatte Ende Juni den Abbau von 12.000 Arbeitsplätzen in Europa - rund jeder fünften Stelle - angekündigt. Fünf Werke - drei in Russland und jeweils eins in Frankreich und Großbritannien - werden geschlossen. Eine Getriebefabrik in der Slowakei wird verkauft (TAG24 berichtete).

Ford soll danach zum Ende des Jahres 2020 noch 18 Produktionsstandorte in Europa haben. Die Europa-Zentrale des Autobauers befindet sich in Köln.

Bei einem Ausstellungsevent von vollelektrischen und Hybrid-Fahrzeugen von Ford wurde im April 2019 der vollelektrische Ford Transit mit Solarpanelen auf dem Dach vorgeführt.
Bei einem Ausstellungsevent von vollelektrischen und Hybrid-Fahrzeugen von Ford wurde im April 2019 der vollelektrische Ford Transit mit Solarpanelen auf dem Dach vorgeführt.  © Peter Dejong/ap/dpa

Titelfoto: Bild-Montage Oliver Berg/dpa, Eric W. Perry/Ford/d

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