Kriegsbombe in Köln: Sperren ignoriert und Polizist angegriffen

Köln – Evakuierungen wegen Blindgängern gehören für Kölner fast zum Alltag. Vor der erfolgreichen Entschärfung einer Weltkriegsbombe am Montagabend in Köln-Ehrenfeld kam es jedoch zu mehreren Zwischenfällen.

Eine Polizeiabsperrung wegen eines Blindgängers am Montag in Köln.
Eine Polizeiabsperrung wegen eines Blindgängers am Montag in Köln.  © Horst Konopke

Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe in Köln haben Fußgänger nach Angaben der Stadt an mehreren Stellen die Absperrung missachtet und so die Evakuierung verzögert.

Ein Polizist sei sogar tätlich angegriffen worden, teilte die Stadt am frühen Montagabend mit. Nach Polizeiangaben soll es sich bei dem Angreifer um einen älteren Anwohner handeln, der nicht eingesehen haben, dass er während der erforderlichen Absperrung diesen Bereich nicht betreten könne. Verletzte habe es aber nicht gegeben, sagte ein Polizeisprecher.

Außerdem hat nach Stadtangaben ein Unbekannter eine Drohne über der Baustelle, auf der der Blindgänger gefunden worden war, fliegen lassen. Die Drohne sei dann zwei Blocks weiter runtergegangen. Der Besitzer, nach dem gesucht wurde, sei zunächst nicht entdeckt worden.

Die Weltkriegsbombe wurde laut Stadt kurz nach 19.30 Uhr erfolgreich entschärft.

In einer Anlaufstelle in einer Schule hielten sich am Abend bis zu 138 Personen auf. Es gab 58 Krankentransporte. Fast 100 Mitarbeiter des Ordnungs- und Verkehrsdienstes, 25 Polizisten sowie Einsatzkräfte von Feuerwehr und Hilfsdiensten waren beteiligt.

Eine Drohne über der Bombenfundstelle sorgte für Verzögerungen bei der Entschärfung (Symbolbild).
Eine Drohne über der Bombenfundstelle sorgte für Verzögerungen bei der Entschärfung (Symbolbild).  © 123rf/mipan

Titelfoto: Horst Konopke

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