Drei Tote im Schwimmbad gefunden

Notfallseelsorger versuchten, die aufgewühlte Stimmung vor Ort zu beruhigen.
Notfallseelsorger versuchten, die aufgewühlte Stimmung vor Ort zu beruhigen.

Bergheim - In einem Schwimmbad im Bergheimer Wohngebiet Ahe (bei Köln) sind drei tote Menschen entdeckt worden.

Nach Angaben des Kölner Express trieben ein Mann und zwei Kinder leblos im Wasser. Nach aktuellen Erkenntnissen geht die Polizei nicht von einem Verbrechen, sondern von einem tragischen Unglück aus.

Die Ermittler vor Ort prüfen offenbar auch einen technischen Defekt, durch den es eventuell zu einer Chlorgasvergiftung gekommen sein könnte.

Die Polizei hat derzeit den Bereich rund um das Schwimmbad weiträumig abgesperrt. Weitere Informationen waren zunächst nicht bekannt.

UPDATE 17:50 Uhr:

Große Trauer herrschte, als die drei Opfer in Leichenwagen abtransportiert wurden.
Große Trauer herrschte, als die drei Opfer in Leichenwagen abtransportiert wurden.

Mittlerweile hat die Polizei bekanntgegeben, dass zwei Kinder und ein Jugendlicher starben.

Man gehe davon aus, dass es sich bei den drei Toten um Bewohner der Wohnanlage handele, zu der das Schwimmbad gehöre, sagte Polizeisprecher Bernd Mauel. Die genaue Identität der Opfer war zunächst noch unklar.

"Alles deutet darauf hin, dass es sich hier um ein tragisches Unfallgeschehen handelt", so der Polizeisprecher. Spezialisten des Landeskriminalamtes in Düsseldorf sollen nun prüfen, ob womöglich ein Stromschlag den drei Opfern zum Verhängnis wurde. Man gehe erst einmal davon aus, dass der Unfall mit stromführenden Leitungen zu tun habe.

Nur die Bewohner des Wohnparks in der Nähe von Köln haben nach Angaben der Polizei Zutritt zu dem Bad. Es sei wohl auch ein Anwohner gewesen, der die Leichen gegen 13 Uhr im Wasser entdeckt habe, sagte Mauel. Danach sei die Polizei alarmiert worden.

Vor dem Schwimmbad sammelte sich nach Bekanntwerden des tragischen Vorfalls eine Menschenmenge. Die Polizei berichtete am Nachmittag von mehreren Hundert Personen. Auch Notfallseelsorger waren im Einsatz. Die Stimmung war aufgewühlt.

"Wir haben Unterstützungskräfte seitens der Hundertschaften angefordert. Das sind Kollegen die jetzt hier ein bisschen für Raum und Ruhe sorgen", sagte Polizeisprecher Mauel.

Es sei unter anderem darum gegangen, die Polizeiabsperrung aufrecht zu erhalten. "Hier gibt es sehr emotionale Bilder", verschiedene Kulturen prallten aufeinander.

Foto: dpa


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