Kölner Duo prellte Kunden mit Fake-Shops um 500.000 Euro

Dormagen/Köln – Am Dienstag hat die Kriminalpolizei zwei Kölner (45 und 47) festgenommen. Die beiden sollen mehrere hundert Online-Käufer um 500.000 Euro betrogen haben.

Die Polizei fand bei den Durchsuchungen Waren im Wert von mehreren hunderttausend Euro.
Die Polizei fand bei den Durchsuchungen Waren im Wert von mehreren hunderttausend Euro.

Dem Zugriff ging eine mehrmonatige Ermittlungsarbeit der Polizei im Rhein-Neuss-Kreis voraus. Die Spur führte letztlich zu zwei Männern mit Wohnsitz in Köln und einem offiziellen Firmensitz in Dormagen.

Dabei gingen die mutmaßlichen Betrüger besonders dreist vor. Zum einen boten sie Waren bei Fake-Shops im Internet zur Bezahlung auf Vorkasse an. Die Konten hatten sie zuvor mit gefälschten Ausweisen eröffnet.

Während die Beträge überwiesen wurden, erfolgte in den meisten Fällen kein Versand der bezahlten Waren. Als einige Betrugsopfer Anzeige erstatteten, waren die beiden "Online-Händler" bereits untergetaucht.

Bei den Durchsuchungen fanden die Beamten dann auch unterschiedliche Waren, deren Wert vermutlich im Bereich von mehreren Hunderttausend Euro liegt. Die Männer hatten diese ihrerseits bestellt, aber nie bezahlt.

Insgesamt soll das Duo mehrere hundert Online-Käufer um etwa 500.000 Euro geprellt haben. Ein Richter schickte die beiden Männer in Untersuchungshaft.

Die Verdächtigen hatten die Waren bei Großhändlern bestellt, aber nicht bezahlt.
Die Verdächtigen hatten die Waren bei Großhändlern bestellt, aber nicht bezahlt.  © Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss

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