Wegen seines Namens! Deutscher Familienvater darf nicht in die USA einreisen

Für den 44-Jährigen endete die Florida-Reise am Flughafen Köln/Bonn.
Für den 44-Jährigen endete die Florida-Reise am Flughafen Köln/Bonn.  © DPA

Köln/Orlando - Es sollte ein wunderschöner Familienurlaub werden, das Highlight des Jahres für Abdullah P. (44), seine Frau und die drei Kinder. Doch die Reise endete für den Vater schon am Airport Köln/Bonn...

Gegen 11 Uhr war die Familie am Flughafen, zwei Wochen Florida hatten die P.s gebucht, inklusive Besuch im Disneyland, wie Abdullah dem Express berichtet.

14 Uhr sollte es dann losgehen, doch letztendlich saßen nur vier der fünf Familienmitglieder in der Eurowings-Maschine nach Orlando. Denn Vater Abdullah wurde am Schalter von einem Mitarbeiter der Fluggesellschaft abgefangen.

„Er sagte mir, die Fluggesellschaft habe eine Mail von den US-Behörden bekommen, dass sie mich nicht in das Land fliegen dürften. Ich sei von der Passagierliste gestrichen worden. Bei weiteren Fragen solle ich mich an die US-Botschaft in Frankfurt wenden", erzählt der 44-Jährige verzweifelt. Dann flossen Tränen! Denn die Kinder hatten sich megamäßig auf den Ausflug gefreut, wollten ihren Papa unbedingt dabei haben. Doch keine Chance!

Dabei hat Abdullah P. zwar einen arabischen Namen, doch er ist offiziell Deutscher: Und das schon seit 1992! Außerdem habe er das sogenannte "Esta-Formular" rechtzeitig ausgefüllt und online eingereicht. Seiner Familie wurde von den Behörden bestätigt, dass sie nun ohne Probleme in die Staaten einreisen dürfe.

Für Abdullahs Frau und die Kinder Can (19), Aylin (11) und Aliya (7) traf dies auch zu, nur für den 44-Jährigen eben nicht.

Die ganze Familie hatte sich so sehr auf den Urlaub gefreut. (Symbolbild)
Die ganze Familie hatte sich so sehr auf den Urlaub gefreut. (Symbolbild)  © 123RF

Der Autohändler ist nun sauer auf diese diskriminierende Einreisepolitik. Für ihn ist klar: "Mein Name ist Schuld".

Tatsächlich kommt es häufig vor, dass Menschen mit arabisch klingenden Namen, am Flughafen plötzlich Probleme bekommen. Seit Trumps "America First"-Politik ist die Situation noch schlimmer geworden.

Ihn wurmt die Sache gewaltig, besonders weil seine Familie den Urlaub nun nicht richtig genießen kann. "Wollen am liebsten nach Hause", schrieb ihm seine Frau vor ein Paar Tagen.

Abdullah will jedoch nicht aufgeben, versucht jetzt sogar noch auf die Schnelle ein Visum zu bekommen. Wenigstens die letzten paar Urlaubstage will er noch mit seinen Liebsten verbringen.

Doch selbst wenn das gelingt. Der Urlaub, auf den die Familie sich das ganze Jahr gefreut hat, ist nun alles andere als schön geworden...


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