Sicherheits-Kontrollen an Flughäfen: Security-Firma Kötter will in Düsseldorf hinschmeißen

Köln/Bonn/Düsseldorf – Die häufig kritisierten Sicherheitskontrollen am Düsseldorfer Flughafen kommen möglicherweise in neue Hände.

Die Vertragsbeendigung für den Flughafen Köln/Bonn wurde abgelehnt.
Die Vertragsbeendigung für den Flughafen Köln/Bonn wurde abgelehnt.  © dpa/Oliver Berg

Die Sicherheitsfirma Kötter Aviation Security will vorzeitig aus ihrem noch bis Ende kommenden Jahres laufenden Vertrag aussteigen.

Zum 31. Mai 2020 soll Schluss sein. Betriebswirtschaftliche Gründe machten diesen Schritt erforderlich.

Kötter führt im Auftrag der Bundespolizei mit rund 1100 Mitarbeitern die Passagier- und Gepäckkontrollen am größten NRW-Airport durch.

Das Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums verhandelt mit Kötter über eine einvernehmliche Beendigung des Vertrages.

Ein solcher Schritt "kann in Betracht kommen, wenn gewichtige Gründe eine Rücksichtnahme auf Interessen des anderen Teils gebieten", teilte ein Sprecher des Amtes am Dienstag mit.

Die von Kötter ebenfalls beantragte Vertragsbeendigung für den Flughafen Köln/Bonn hat das Amt nach Angaben des Sicherheitsunternehmens abgelehnt.

Der Flughafen Düsseldorf. Hier will Kötter frühzeitig aussteigen.
Der Flughafen Düsseldorf. Hier will Kötter frühzeitig aussteigen.  © dpa/Christophe Gateau

Für die Gewerkschaft Verdi zeigt der Schritt von Kötter nach Worten eines Sprechers, dass das Unternehmen mit seinem Konzept gescheitert sei.

Die Gewerkschaft klagt seit Jahren über schlechte Arbeitsbedingungen und einen hohen Krankenstand.

"Dass Kötter jetzt die Verträge kündigen will, zeigt, dass wir mit unserer Kritik Recht haben", sagte Verdi-Sekretär Özay Tarim.

Die Sicherheitskontrollen in Düsseldorf könnten aber auch künftig von Kötter durchgeführt werden.

Man werde die Teilnahme an einer Neuausschreibung prüfen.

"Klar ist aber auch, dass wir nur dabei sind, wenn die operativen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen das unternehmerische Risiko kalkulierbar machen", sagte Firmenchef Friedrich Kötter laut Mitteilung.

Titelfoto: dpa/Christophe Gateau

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