Darum platzte der Millionen-Deal bei "Höhle der Löwen" doch noch

Die Gründer von "Too Good To Go" kämpfen gegen Lebensmittelverschwendung.
Die Gründer von "Too Good To Go" kämpfen gegen Lebensmittelverschwendung.  © MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Köln - Es war die Sensation bei "Die Höhle der Löwen" am Dienstagabend! Alle fünf Löwen investierten und knackten somit zum ersten Mal den 1-Millionen-Euro-Deal. Doch wie jetzt herauskommt, hielt die Freude nur für kurze Dauer.

Denn nach der Aufzeichnung der Show platzte der Deal. Mit ihrer App "Too Good To Go" wollen die Gründer gegen eine weit verbreitete Unart vorgehen: die Lebensmittelverschwendung. App-User können so u.a. bei Restaurants und Bäckereien übrig gebliebene Mahlzeiten kostengünstig abholen.

Die Idee stieß auf Begeisterung, doch die vorgestellten Zahlen der Unternehmer aus Deutschland und Dänemark lösten bei den Löwen kritische Fragen aus. Denn der angegebene Wert von "Too Good To Go" von 19,5 Millionen Euro passte nicht ganz mit dem Umsatz von 500.000 Euro.

Die Investoren stiegen nach und nach aus, ein Deal rückte in weite Ferne. Doch dann fasste sich einer der Gründer ein Herz und appellierte nochmals an die Löwen rund um Carsten Maschmeyer.

"Geld ist nicht alles in der Welt", begann er seinen letzten Versuch, die Löwen doch noch umzustimmen. Er schlug vor, dass jeder der Löwen 200.000 Euro investieren soll, mit der Begründung, dass das Risiko nicht zu groß sei und man sei dennoch "Teil von etwas Coolem".

Die Löwen beraten sich. Schlussendlich wollte jeder 200.000 Euro investieren. Nach der Show platze der Deal allerdings.
Die Löwen beraten sich. Schlussendlich wollte jeder 200.000 Euro investieren. Nach der Show platze der Deal allerdings.  © MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Die Löwen zogen sich zur Beratung zurück und auch die Unternehmer überdachten ihr Angebot von einer Million Euro für fünf Prozent Firmenanteile nochmal.

Und tatsächlich kam am Ende doch noch ein Deal zustande. Alle Löwen investierten ihren Anteil von 200.000 Euro für insgesamt 8,9 Prozent Firmenanteile.

Doch weil die Sendung bereits im Februar aufgezeichnet wurde, hat sich in der Zwischenzeit einiges geändert. Der "Bild"-Zeitung teilte das Unternehmen nun mit: "Durch das schnelle Wachstum von 'Too Good To Go' waren die Konditionen für einen Deal nach der Show leider für beide Seiten nicht ideal."

Denn die verkauften Mahlzeiten sollen sich seit Februar mehr als verdoppelt haben. Auch in Deutschland ist die Anzahl der beteiligten Gastronomen auf über 600 Prozent gestiegen, so das Unternehmen.

Das hätte bedeutet, dass die Löwen mehr Geld hätten investieren müssen. Oder sie hätten sich auf weniger Prozente geeinigt. War aber nicht der Fall, deswegen platze der Deal letztendlich doch.

Gelohnt hat sich die Ausstrahlung für die Gründer dennoch. Die Download-Zahlen stiegen rasant an. Im App-Store schaffte es die App sogar auf Platz 1 in den Charts der Gratis-Downloads.

Titelfoto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer


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