Tragisches Schicksal: Vögelchen stürzen sich vor lauter Hitze aus dem Nest

Köln – Wenn es draußen so heiß ist, sorgen die Sommertage für hohe Verluste bei den Wildvögeln.

Ohne Hilfe würden die Küken verhungern und verdursten.
Ohne Hilfe würden die Küken verhungern und verdursten.  © chatcameraman/123RF/Instagram: tierheim_dellbrueck

Knallt die Sonne zu lange auf das Dach, unter dem Vögel brüten, kann es im Nest unerträglich für die kleinen Wesen werden.

Besonders bei den Wildvögeln sieht die Lage teilweise dramatisch aus. Viele Jungvögel japsend nach frischer Luft und stürzten sich dabei ins Verderben.

Das Tierheim in Köln-Dellbrück hat dieses Jahr wieder sieben Mauerseglern-Küken das Leben gerettet.

Doch selbst wenn sie den Sturz überleben, sind die Überlebenschancen der Jungvögel gering: "Es ist kaum möglich die Tiere zurück in ihre Nester zu setzen und somit werden sie zu uns gebracht", so das Tierheim auf seinen Social-Media-Kanälen.

Nach einem Sturz werden die kaum gefiederten Vögel nicht mehr von den Eltern ernährt und ihrem Schicksal überlassen.

Aus diesem Grund sind die Auffangstationen im Sommer vielerorts erschöpft. Trotzdem hat sich das Kölner Tierheim zur Aufgabe gemacht, die Kleinen zu helfen.

Und viele Tierfreunde unterstützen das: "😢ach wie schrecklich. Aber diese kleinen Schätze haben ja erstmal größtes Glück gehabt", "Danke für euren Einsatz", "😮 oh- das wußte ich noch nicht! Ich drück ganz fest die Daumen, dass ihr auch dieses Jahr wieder erfolgreich seid 🐥👍🐥🙋🏼‍♀️" oder "Ihr seid soo toll!! Danke für eure unermüdliche Hilfe und Pflege! 💗💗💗", kann man unter dem Beitrag auf Instagram lesen. (Rechtschreibung übernommen)

"Drückt unseren 7 Seglern für dieses Jahr alle Daumen und Pfoten", heißt es weiter im Beitrag des Tierheims. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die Jungvögel es schaffen und schnell wieder zu Kräften kommen.

Das Tierheim Köln-Dellbrück

Bereits seit mehr als 50 Jahren gibt es das Tierheim im Kölner Stadtteil Dellbrück. Rund 23 Mitarbeiter kümmern sich um die Versorgung und Vermittlung von Haustieren. Pro Jahr werden etwa 2000 Tiere vermittelt. Als privater Verein finanziert sich das Tierheim nach eigenen Angaben durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Erbschaften.

Wer ein Tier übernehmen möchte, muss Einiges beachten. Neben eines persönlichen Gesprächs gibt es beispielsweise bei Hunden auch einen Probespaziergang sowie einen Kontrollbesuch.

Je nach Tier fällt auch eine unterschiedlich hohe Schutzgebühr an, mit der die Kosten für die Unterbringung und die tierärztliche Untersuchung zum Teil gedeckt werden.

Titelfoto: chatcameraman/123RF/Instagram: tierheim_dellbrueck

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