Deutlich weniger Blutspenden wegen des Coronavirus?

Köln – Die Angst vor dem Coronavirus hat in Nordrhein-Westfalen offenbar auch Auswirkungen auf die Blutspendebereitschaft.

In den vergangenen Tagen gab es laut dem DRK deutlich weniger Blutspenden in NRW.
In den vergangenen Tagen gab es laut dem DRK deutlich weniger Blutspenden in NRW.  © picture alliance / Maja Hitij/dpa

Die Zahl der Blutspender sei in den vergangenen Tagen um knapp 20 Prozent zurückgegangen, sagte ein Sprecher des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes der Deutschen Presse-Agentur.

"Die Verunsicherung bei den Leuten ist groß", sagte der Sprecher, versicherte aber gleichzeitig: "Das Spenden und Empfangen von Blut ist auch in Zeiten des Coronavirus ungefährlich."

Der hohe Rückgang sei allerdings nicht alleine auf das neuartige Virus zurückzuführen: "Es ist ja auch Grippesaison und wir hatten Karneval."

Grundsätzlich würden Menschen mit Krankheitssymptomen von dem zuständigen Arzt bei einer Blutspende wieder nach Hause geschickt - das sei auch bei einer Grippe üblich.

Bei jeder Blutspende gebe es im Eingangsbereich einen Desinfektionsstand, dazu werde fast überall die Temperatur der Spender gemessen. "Wir haben jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Viren und Bakterien", sagte der Sprecher.

Für ein Übertragungsrisiko gebe es keine Hinweise: "Es gibt nicht einen dokumentierten Fall, wo das Virus über das Blut vom Spender auf den Empfänger übertragen wurde."

Nur gesunde Menschen dürfen Blut spenden (Symbolbild).
Nur gesunde Menschen dürfen Blut spenden (Symbolbild).  © Christian Charisius/dpa

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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