Trotz Ferien: "Fridays for Future"-Bewegung bleibt aktiv!

Köln/Dortmund - Am letzten Schultag haben sich in Nordrhein-Westfalen noch einmal Hunderte Schüler an "Fridays for Future"-Aktionen für mehr Klimaschutz beteiligt.

Auch in den Sommerferien will die "Fridays for Future"-Bewegung aktiv bleiben.
Auch in den Sommerferien will die "Fridays for Future"-Bewegung aktiv bleiben.  © Horst Konopke

In Köln, Düsseldorf, Neuss und Dortmund gingen Schülerinnen und Schüler auf die Straße. Die Demonstrationen begannen aber erst nach der Ausgabe der Zeugnisse.

Die Schüler legten Wert darauf zu zeigen, dass es ihnen keinesfalls darum gehe, den Unterricht zu schwänzen.

In Köln fand diese Woche ein Dauerstreik von Montag bis Freitag statt (TAG24 berichtete). "Wir bestreiken auch unsere Freizeitaktivitäten", betonte Schülerin Jana am Freitag in einer Rede. "Aber wieso passiert immer noch nichts?"

Sie kündigte für den 20. September den ersten bundesweiten "Fridays for Future-Generalstreik" an. Daran sollten sich auch ältere Menschen beteiligen.

In Köln traten am Freitag bereits "Oldies for Future" und "Grannies for Future" auf. Die Großmütter zeigten ein Transparent mit der Aufschrift "Wir sind hier und empört, weil man unsere Enkel nicht hört!"

Auch in den Ferien soll es Aktionen geben. So wird im Revierpark Wischlingen in Dortmund vom 31. Juli bis zum 4. August ein "Fridays for Future-Sommerkongress" organisiert.

Dazu treffen sich Jugendliche aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien zu Workshops und Konzerten. "Unsere Botschaft ist: Die Politik macht Ferien - wir streiken durch", sagte am Freitag Julius Obhues (16) von "Fridays for Future" Dortmund.

Kölns OB Henriette Reker diskutiert mit Schülern vor dem Rathaus

Henriette Reker versuchte im Gespräch mit einer Schülerin zu vermitteln, dass es neben dem Klimaschutz auch noch andere Themen gibt.
Henriette Reker versuchte im Gespräch mit einer Schülerin zu vermitteln, dass es neben dem Klimaschutz auch noch andere Themen gibt.  © Horst Konopke

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hat am Freitag mit "Fridays for Future"-Demonstranten vor dem Rathaus diskutiert.

Eine Schülervertreterin forderte von ihr, der Klimaschutz müsse oberste Priorität bekommen. Die Diskussion war von lauten Sprechchören begleitet, sodass die Politikerin Schwierigkeiten hatte, sich verständlich zu machen.

"Ich habe meiner Gesprächspartnerin gesagt, dass es mir nicht auf die Begrifflichkeit ankommt, ob Klimaschutz nun hohe oder höchste Priorität genießt", erläuterte Reker anschließend der Deutschen Presse-Agentur (DPA).

Wichtig sei, dass etwas geschehe und es nicht bei Symbol-Politik bleibe. Dennoch müsse man so ehrlich sein zu sagen, dass es auch eine hohe Priorität habe, Wohnungen und Schulen zu bauen. "Aber bei jeder Straße brauchen wir einen Fahrradweg daneben."

Titelfoto: Horst Konopke


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