Drogenlabor explodiert, nun fehlt diesem Mann der halbe Kopf

Köln – Rund drei Jahre nach der Explosion seines Drogenlabors meldet sich der Kölner Niko B. alias Rapper Dr. Knarf (35) mit einer bewegenden Videobotschaft zurück. Ihm fehlt nun der halbe Kopf.

Die Explosion im Drogenlabor kostete ihn fast das Leben.
Die Explosion im Drogenlabor kostete ihn fast das Leben.  © Facebook: Dr.Knarf (HKC)

Im Februar 2017 hatte der Musiker in einem Drogenlabor eine Explosion verursacht und sich somit selbst in die Luft gejagt.

40 Prozent seiner Haut sind seitdem verbrannt, er hatte mehrere Schlaganfälle und lag drei Monate im Koma.

Sogar ein Teil seiner Schädeldecke musste entfernt werden, weil sein Gehirn so stark angeschwollen war.

Köln: Flüssiggas ausgetreten: Feuer in Kölner Chemie-Werk löst Großalarm aus
Köln Feuerwehreinsatz Flüssiggas ausgetreten: Feuer in Kölner Chemie-Werk löst Großalarm aus

Es grenzt an ein Wunder, dass der Rapper noch lebt. Doch Dr. Knarf will sich ins Leben zurückkämpfen.

Auf seiner Facebook-Seite meldet er sich mit einer Videobotschaft und erklärt offen:

"Es ist klar, dass ich natürlich jede Menge Fehler gemacht habe auf dem Weg, die letztendlich zu dem Unfall geführt haben."

Er will weiter Musik machen

In dem Video werden die dramatischen Folgen des Unfalls klar. Der 35-jährige Künstler sitzt halbseitig gelähmt im Rollstuhl. "Ich bin noch am Leben, die Hände sind noch da, ich mache auch noch Mucke", erzählt er weiter.

Am Ende des Videos kündigt der Rapper sein neues Album "Prometheus" für das kommende Jahr an. "Es geht auf jeden Fall weiter", sagt er und seine Fans bewundern ihn für seine Willensstärke.

Ob er sich wegen der Explosion nun vor Gericht verantworten muss, ist noch offen. Ein Strafverfahren gegen ihn läuft derzeit noch.

Das erste Video seit 3 Jahren

Dr. Knarf vor der Explosion:

Rapper Dr. Knarf im Jahr 2012

Titelfoto: Facebook: Dr.Knarf (HKC)

Mehr zum Thema Köln Kultur & Leute: