23 Millionen Euro! Falsche Polizisten bereichern sich in NRW

Düsseldorf - Trickbetrüger gehen in NRW mit einer dreisten Masche auf Beutefang und sind dabei noch erfolgreich. Die falschen Polizisten gehen vor allem auf Senioren los und erbeuten seit 2017 fast 23 Millionen Euro.

Innenminister Reul im Landtag.
Innenminister Reul im Landtag.  © dpa/Federico Gambarini

Diese immense Summe geht aus einer Vorlage von Innenminister Herbert Reul (66) hervor.

Die "falschen Polizisten" gehen dabei fast immer gleich vor so Reul: "Die Opfer von falschen Amtsträgern werden aus Callcentern in der Türkei angerufen und gegebenenfalls über Stunden am Telefon instruiert und drangsaliert, um schließlich den Tätern Geld und Wertsachen auszuhändigen oder außerhalb der Wohnung zu hinterlegen."

Die Köpfe der Betrügerbanden seien meist türkischer Abstammung und operieren aus der Türkei heraus. Dabei helfe ihnen ein Netzwerk aus Logistikern und Abholern, dass ihren Aktionsradius in NRW ständig wechsle.

Pro Betrug kämen üblicherweise vier- bis sechsstellige Summen zusammen.

Meist seien die Opfer Menschen über 60 mit körperlichen und mentalen Gebrechen, die gezielt ausgenutzt würden. Die stark unter Druck gesetzten Senioren sind meist hilflos und händigten den Betrügern dann ihre Wertsachen aus.

Die falschen Polizisten stehen nun im Fokus der Polizei. Ein spezialisiertes Kommissariat würde die Bekämpfung der Betrügereien intensivieren.

Selbst Goldbarren werden von den Opfern an die falschen Polizisten ausgehändigt. (Symbild)
Selbst Goldbarren werden von den Opfern an die falschen Polizisten ausgehändigt. (Symbild)  © dpa/Armin Weigel

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