Wetter-Vorhersage für Montag immer kritischer: Zug-Absage droht!

Köln/Düsseldorf - Den Jecken am Rhein steht ein regnerischer und stürmischer Rosenmontag bevor - und es droht sogar die Absage von Umzügen.

Wie heftig werden die Böen am Rosenmontag?
Wie heftig werden die Böen am Rosenmontag?  © dpa Montage

Tief "Bennet" werde für Windböen der Stärke acht und neun sorgen. Je nachdem, auf welchem Weg das Sturmtief übers Land ziehe, könnten die rheinischen Karnevalshochburgen betroffen sein, sagte Meteorologe Frank Balmert am Freitag.

Bei solchen Windstärken würde es für die großen Rosenmontagszüge womöglich kritisch: In Düsseldorf kann der Zug nur bis Windstärke sieben stattfinden - ab Windstärke acht müsste er abgesagt werden.

In Köln gibt es keine so klare Marke. Zuletzt war der Düsseldorfer Rosenmontagszug 2016 wegen eines Sturms abgesagt worden.

Zwar gab es in den Prognosen der Meteorologen am Freitag noch zahlreiche Unsicherheiten. Trotzdem wurden in Köln erste Vorkehrungen für den Sturm getroffen.

Tribünen und mobile Zäune für den Umzug wurden gesichert. Immer wieder ging der Blick der Verantwortlichen auf die Wetterprognose. "Wir gucken uns die Situation aktuell an und entscheiden dann", sagte Tanja Holthaus, Sprecherin des Festkomitees Kölner Karneval.

"Eigentlich ist es ein stinknormales Tief. Es ist nur wieder dumm gelaufen, weil es genau wieder an Karneval eintrifft", sagte Meteorologe Thomas Gerwin vom Deutschen Wetterdienst.

Düsseldorfer Rosenmontagszug zuletzt 2016 abgesagt

Frust herrschte bei den Düsseldorfer Jecken vor drei Jahren: Der Rosenmontagszug wurde wegen der vorhergesagten orkanartigen Böen abgesagt.
Frust herrschte bei den Düsseldorfer Jecken vor drei Jahren: Der Rosenmontagszug wurde wegen der vorhergesagten orkanartigen Böen abgesagt.  © DPA

In Düsseldorf war der Rosenmontagszug zuletzt vor drei Jahren von Februar auf März verschoben worden, weil die Prognosen des Wetterdienstes damals orkanartige Böen vorhersagten.

Die Jecken konnten sich die Motivwagen lediglich vor dem Rathaus anschauen.

Damals sagten auch viele andere Städte ihre Züge ab. Darunter waren Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Mülheim, Recklinghausen, Hagen, Bottrop, Solingen, Ratingen, Hilden, Krefeld und Münster.

Die Narren und Jecken haben monatelang an ihren Rosenmontags-Wagen gearbeitet. Sie wollen wieder viele politische Themen aufgreifen, so die "America first"-Politik von Präsident Donald Trump, das sich abzeichnende Karriere-Ende von Bundeskanzlerin Angela Merkel und das endlose Brexit-Gezerre.

Am Sonntag soll in Köln der sogenannte "Schull- und Veedelszöch" starten. Dazu werden 350.000 bis 500.000 Zuschauer erwartet.

Zugleiter Wilhelm Stoffels sagte am Freitag, dieser Umzug sei nicht durch das Wetter gefährdet. Die Kölner Polizei wird nach Angaben einer Sprecherin 1000 Beamte einsetzen, am Rosenmontag sogar 1400.

Update, 2. März 11.35 Uhr: Sturmtief "Bennet" bedroht Rosenmontagszüge

Der von den Jecken am Rhein befürchtete Sturm am Rosenmontag könnte laut Deutschem Wetterdienst "in der Fläche relativ breit" auf NRW treffen. "Nach unseren derzeitigen Modellen ist es recht wahrscheinlich, dass es in der ersten Tageshälfte zu einer Windstärke von 8 bis 9 kommen wird", sagte Meteorologe Malte Witt vom DWD am Samstag.

Das Sturmtief "Bennet" werde voraussichtlich auch über die rheinischen Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf sowie Teile des Ruhrgebiets ziehen. Bis zum Mittag werde das Maximum erreicht sein, dann sollten die starken Böen allmählich abflauen.

Titelfoto: dpa Montage

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