Prozess nach tödlicher Messerattacke am Ebertplatz startet

Köln - Als im Oktober 2017 ein 22-Jähriger am Kölner Ebertplatz erstochen wird, entbrennt eine große Diskussion um das in Verruf geratene Betonloch. Nun beginnt der Prozess zu dem Fall.

Der Ebertplatz in Köln.
Der Ebertplatz in Köln.  © DPA

Nach einer tödlichen Messerattacke am Kölner Ebertplatz beginnt am Donnerstag (9.30 Uhr) der Prozess gegen einen 25-Jährigen.

Dem Angeklagten wird Totschlag vorgeworfen. Zusammen mit anderen Männern soll er im Oktober 2017 einen 22-Jährigen aggressiv am Ebertplatz angesprochen haben, "weil er zuvor Betäubungsmittel in einem von ihnen beanspruchten Gebiet" verkauft habe.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Streit im Drogenhändler-Milieu eskalierte. Der angeklagte Marokkaner habe dem 22-Jährigen schließlich mit einem Küchenmesser in die Herzgegend gestochen. Das Opfer starb. Am Kölner Landgericht sind 24 Verhandlungstage vorgesehen.

Der Vorfall hatte für Aufsehen gesorgt. Der Ebertplatz gilt in der Stadt als Schwerpunkt von Drogendealern.

Nach der Gewalteskalation erhöhte die Polizei ihre Präsenz. Langfristig soll der Platz umgebaut werden.

Der Ebertplatz gilt schon lange als Treffpunkt der Drogenszene.
Der Ebertplatz gilt schon lange als Treffpunkt der Drogenszene.  © DPA

Titelfoto: DPA


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