Egon Hoegen: Stimme vom "7. Sinn" für immer verstummt

Köln – Egon Hoegen, die Stimme aus der Verkehrssendung "Der 7. Sinn", ist tot.

Der Schauspieler und Sprecher Egon Hoegen starb im Alter von 89 Jahren.
Der Schauspieler und Sprecher Egon Hoegen starb im Alter von 89 Jahren.  © DPA

Der Sprecher starb bereits am vergangenen Freitag im Alter von 89 Jahren, wie der Westdeutsche Rundfunk am Donnerstag unter Berufung auf die Familie in Köln mitteilte.

"Egon Hoegens sonore Stimme kennt jeder, der in den vergangenen Jahrzehnten Fernsehen geschaut hat", sagte Intendant Tom Buhrow.

Heute noch haben viele seine Stimme im Ohr, die meisten wohl aus der Verkehrserziehungssendung "Der 7. Sinn".

Es war ein besonderes Kunststück, dass der noch von Großmime Gustaf Gründgens (1899-1963) ausgebildete Bühnenschauspieler gerade in dem beschränkten Format der Fünf-Minuten-Sendung bleibenden Eindruck hinterließ.

Niemand konnte das Wort "gefährlich" so bedrohlich aussprechen: mit langgezogenem "ä". Und das Wort "Sicherheitsabstand" so einschmeichelnd: mit einer kurzen Pause zwischen "Sicherheits" und "abstand".

Seine Frau klagte später darüber, dass seine sonore Stimme durch das viele Rauchen gelitten habe. Er selbst stritt das ab.

Legendäre WDR-Sendungen wie Werner Höfers "Internationaler Frühschoppen" seien auch mit seiner Stimme verbunden. Der gebürtige Düsseldorfer war noch von Gustaf Gründgens zum Bühnenschauspieler ausgebildet worden. Seit 1956 arbeitete er als Nachrichtensprecher.


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