Ex-Schiri Merk über neue Handspiel-Regel: "Zum Verzweifeln"

Köln – Der frühere Welt-Schiedsrichter Markus Merk (57) ist über die Fehlentscheidungen in der noch jungen Saison der Fußball-Bundesliga bei der neuen Handspielregel überrascht.

Markus Merk (57) wundert sich über die Probleme mit der neuen Handspielregel in der Bundesliga (Archivbild).
Markus Merk (57) wundert sich über die Probleme mit der neuen Handspielregel in der Bundesliga (Archivbild).  © Andreas Gebert/dpa

"Dass die Saison so losgeht, hätte ich niemals erwartet. Das ist ein bisschen zum Verzweifeln", sagte Merk am Rande der "Express-Sportnacht" der Deutschen Presse-Agentur.

"Ich habe immer gesagt, dass man das Thema Handspiel nie vollends wird lösen können. Aber jetzt wurde wenigstens das geändert, worüber wir vor 15 Jahren schon in der UEFA und FIFA gesprochen haben", erklärte der 57-Jährige weiter: "Ich hätte erwartet, dass das für mehr Klarheit sorgt. Jetzt haben wir gerade mal zwei Spieltage absolviert und es geht genauso weiter."

Bei den meisten umstrittenen Szenen hätten seine ehemaligen Kollegen die Situationen einfach falsch ausgelegt. "Das sind Situationen, die eigentlich im neuen Reglement klar beschrieben sind", sagte der frühere Sky-Experte.

Zuletzt hatte es beim Spiel zwischen dem FC Schalke 04 und dem FC Bayern München (0:3) zwei heftigst umstrittene Szenen gegeben. Die Schalker hatten beide Male vergeblich Elfmeter gefordert, die meisten Experten gaben ihnen recht (TAG24 berichtete).

Entscheidungen bleiben umstritten: Zur Saison 2019/20 wurde die Handspielregel in der Liga angepasst (Symbolbild).
Entscheidungen bleiben umstritten: Zur Saison 2019/20 wurde die Handspielregel in der Liga angepasst (Symbolbild).  © Jan Woitas/ZB/dpa

Titelfoto: Bild-Montage Andreas Gebert/dpa, Jan Woitas/ZB/dpa


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