Großer Andrang: Besucherrekord bei der Kölner Gamescom?

Köln – Auf diesen Tag dürften viele Gamer sehnsüchtig gewartet haben: An diesem Mittwoch (10 Uhr) öffnet die weltgrößte Computerspielmesse Gamescom in Köln ihre Türen für das breite Publikum. Kommen könnten so viele Besucher wie noch nie.

Die Computerspiele-Messe Gamescom findet vom 20.08. bis 24.08.2019 in Köln statt.
Die Computerspiele-Messe Gamescom findet vom 20.08. bis 24.08.2019 in Köln statt.  © Oliver Berg/dpa

Bis zum Samstagabend werden mehrere Hunderttausend Besucher erwartet, im vergangenen Jahr waren es insgesamt 370.000. Auf 210.000 Quadratmetern zeigen mehr als 1000 Aussteller ihre Neuheiten.

Ein Themenschwerpunkt ist das Cloud-Gaming, wenn also Spiele ausgelagert auf Servern laufen und nur ihr Abbild auf dem Smartphone oder Fernseher erscheint.

Da die Wetterprognose gut ist und daher niemand wegen Regens zu Hause bleiben dürfte, könnte der Besucherrekord der Gamescom geknackt werden.

Hinzu kommt noch ein umfassender Internetauftritt, um Branchenfans aus der ganzen Welt die Weltneuheiten zu zeigen - die globalen Klickzahlen gewinnen für die Veranstaltung an Bedeutung.

Bereits am Dienstag war die Messe für die Presse und Fachleute eröffnet worden (TAG24 berichtete). Zu sehen waren erste bunt gekleidete Cosplayer, ob Elfen, Ritter oder Ghostbuster (Geisterjäger).

Separat zur Gamescom gibt es zahlreiche weitere Gaming-Veranstaltung querbeet in Köln, das damit für einige Tage wie eine Art Gaming-Hauptstadt erscheint.

Update, 11.29 Uhr: OB Reker: Gamescom hat die ganze Stadt erfasst

An die Controller, fertig, los: Die Gamescom hat ihre Tore für das breite Publikum geöffnet. Tausende Gaming-Fans strömten am Mittwoch in die Hallen der Kölner Messe, um an den Ständen der Spiele-Entwickler die größten Neuheiten auf dem Markt für Computer- und Videospiele zu entdecken. Bereits am Dienstag war die Gamescom für Presse und Fachleute offen gewesen.

"Die Kölner feiern die Games-Woche. Das heißt, hier findet nicht irgendetwas auf dem Messe-Gelände statt, sondern die Gamescom hat die ganze Stadt erfasst. Alle machen mit, alle sind angesteckt davon", sagte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker zur Eröffnung.

Ex-Fußballer Matthäus ist für einen offiziellen Status von E-Sport

Ex-Fußballer Lothar Matthäus (58) äußerte sich am Dienstag auf der Gamescom in Köln zum Thema E-Sport.
Ex-Fußballer Lothar Matthäus (58) äußerte sich am Dienstag auf der Gamescom in Köln zum Thema E-Sport.  © Henning Kaiser/dpa

E-Sport bekommt Unterstützung von Lothar Matthäus (58). Es sei nur eine Frage der Zeit, bis der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) das kompetitive Gaming als offizielle Sportart anerkenne, sagte der 58-Jährige am Dienstag bei der Computerspielmesse Gamescom, wo er als Werbeträger für ein Fußball-Strategiespiel auftrat.

Es brauche eine gewisse Zeit, "dann wird es auch anerkannt, da kommt man gar nicht drumherum - ich finde das auch in Ordnung". Junge Menschen zeigten große Begeisterung für diese Sportart. "Wenn jemand Leidenschaft hat, dann sollte man das nicht blockieren."

Für ihn finde der Fußball zwar draußen auf Rasen ab, aber manche jungen Leute hätten hingegen ein anderes Verständnis - für handele es sich bei E-Sport halt auch um Fußball. Zu der Sportart gehört Turnierzocken von Spielen wie "Fifa" oder "Fortnite", einer Studie zufolge steigt das Interesse deutlich.

Matthäus selbst spielt nach eigenem Bekunden allerdings keine Computerspiele.

Messebesucher warten am Mittwoch vor einer Messehalle der Gamescom auf den Einlass.
Messebesucher warten am Mittwoch vor einer Messehalle der Gamescom auf den Einlass.  © Oliver Berg/dpa
Verkehrsminister Andreas Scheuer, Staatssekretärin Dorothee Bär (CSU, r) und die Kölner Oberbürgermseisterin Henriette Reker (l) testeten bereits am Dienstag auf der Gamescom ein Computerspiel.
Verkehrsminister Andreas Scheuer, Staatssekretärin Dorothee Bär (CSU, r) und die Kölner Oberbürgermseisterin Henriette Reker (l) testeten bereits am Dienstag auf der Gamescom ein Computerspiel.  © Oliver Berg/dpa

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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