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Kölner Feuerwehrmann hat wichtige Botschaft

Kölner Feuerwehrmann schrieb Buch über seine lange Karriere

Tagtäglich helfen Feuerwehrleute anderen Menschen in Notsituationen. Aber wer hilft eigentlich den Menschen, die dabei oft Gesundheit oder Leben riskieren?

Von Philipp Hambloch

Köln – Lothar Schneid (61) hat in 41 Jahren bei der Kölner Berufsfeuerwehr einiges erlebt. Nach seinem Dienstende hat der Kölner ein Buch geschrieben, um eine wichtige Botschaft zu übermitteln.

Der pensionierte Feuerwehrmann Lothar Schneid (61) hat sich stets Gedanken über die Folgen seines Jobs gemacht.
Der pensionierte Feuerwehrmann Lothar Schneid (61) hat sich stets Gedanken über die Folgen seines Jobs gemacht.

Als sich Lothar Schneid im Jahr 1976 für den Beruf des Feuerwehrmanns entschied, wollte er kein Held werden. Für ihn war vielmehr die Technik interessant. Zudem sei er "familiär vorbelastet" gewesen, wie er im Interview mit TAG24 berichtet.

Im Laufe der Jahre hat sich seine Berufseinstellung nicht geändert. "Ich bin kein Held, ich habe nur meinen Job gemacht, der halt außergewöhnlich ist", sagt Schneid.

Er habe sich aber schon relativ früh Gedanken darüber gemacht, was der Job mit ihm macht. Passend dazu hat er nun ein Buch mit dem Titel "Unter jedem Helm steckt nur ein Mensch" veröffentlicht.

Bereits vor einigen Jahren hatte er für einen Fernsehsender in einer mehrteiligen Dokumentation mitgewirkt. Auch hier stand ähnlich wie bei der WDR-Doku "Feuer und Flamme" der Mensch im Mittelpunkt. Nun folgte quasi das Buch zum Film.

Bei seinen etwa 33.000 Einsätzen zwischen 1976 und 2017 hat Schneid nicht nur positive Erfahrungen gemacht, die harte Realität war schnell sein Begleiter. Während seiner Jahrzehnte in der Innenstadt-Wache sei immer viel los gewesen und er habe beispielsweise auch viele Suizide mitbekommen.

Wie verarbeitet ein Feuerwehrmann Extremsituationen?

Gefährlicher Job: Feuerwehrleute riskieren bei vielen Einsätzen ihre Gesundheit oder auch ihr Leben (Symbolbild).
Gefährlicher Job: Feuerwehrleute riskieren bei vielen Einsätzen ihre Gesundheit oder auch ihr Leben (Symbolbild).

Schneid sah es als eine Aufgabe an, Menschen in Not zu helfen. Wenn es klappte, freute er sich. In manchen Fällen konnten er und seine Kollegen aber trotz ihrer Erfahrungen und Skills nicht helfen.

Einsätze unter Lebensgefahr, Suizide und Tote: Was machen solche Extremsituationen mit einem Menschen?

Schneid berichtet, er habe irgendwann eine Schutzschicht um sich herum aufgebaut. Gespräche im privaten Kreis und mit Kollegen hätten ihm geholfen, negative Situationen zu verarbeiten.

Er habe aber auch viele Kollegen erlebt, die wegen der psychischen Belastung bei der Feuerwehr abgesprungen seien.

Müssen Feuerwehrmänner aus einem bestimmten Holz geschnitzt sein? Schneid sieht die Sache so: "Entweder man ist so und hält es aus, weil man gute Ansprechpartner hat. Dann hält man durch und akzeptiert die Begleiterscheinungen wie Alpträume oder schlechte Gefühle für zwei oder drei Tage - oder eben nicht."

Nach seinen Angaben gibt es erst seit knapp 20 Jahren eine Seelsorger-Anlaufstelle bei der Feuerwehr Köln. Damals habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass es professioneller Hilfe in solchen Jobs bedarf. Zuvor mussten die Retter ihr berufliches Schicksal selbst verdauen.

Haut und Hände: Der Job zehrte auch am Körper

Heute sind Feuerwehrmänner laut Schneid durch ihre Schutzkleidung deutlich besser geschützt als vor 30, 40 Jahren (Symbolbild9.
Heute sind Feuerwehrmänner laut Schneid durch ihre Schutzkleidung deutlich besser geschützt als vor 30, 40 Jahren (Symbolbild9.

Auch bei Schneid hat der Beruf Spuren hinterlassen - körperliche wie seelische, wobei er die psychischen Folgen als stärker einstuft. Höre er von Unglücksfällen im Umfeld, habe er direkt Bilder und Fragen im Kopf.

Aber auch der eigene Körper erinnert ihn täglich an die Jahrzehnte bei der Berufsfeuerwehr. Weil er viel im Gefahrgutbereich gearbeitet habe und die Schutzkleidung aus heutiger Sicht "grauenhaft" war, hat seine Haut einiges abbekommen.

Bis heute darf ihm nur seine Frau die Haare schneiden, beim Frisör würde er aufgrund seines empfindlichen Nackens "laufen gehen".

Und auch mit seinen Handgelenken habe er Probleme. Dies könne aber auch an seinem Hobby Motorradfahren liegen, schmunzelt Schneid.

Braucht es in dem Job eine gewisse Risikobereitschaft? Schneid gibt an, er habe vor kaum etwas Angst. Aber er stürze sich auch nicht blind in irgendwelche Sachen, sondern schätze vorher die Risiken ab.

Andererseits sei es bei manchen Einsätzen um Sekunden gegangen. Dann sei er mit dem Bewusstsein rein gegangen, dass es gleich "Bumm" machen könne und alle weg seien.

Das schlimmste Ereignis

In seiner Zeit als Feuerwehrmann musste Lothar Schneid den Tod einiger Kollegen verarbeiten (Symbolbild).
In seiner Zeit als Feuerwehrmann musste Lothar Schneid den Tod einiger Kollegen verarbeiten (Symbolbild).

"Den" härtesten Einsatz gibt es für Lothar Schneid nicht. Sein schlimmstes Ereignis war nicht draußen, sondern in der Wache.

Dort sei in einer Schicht ein Kollege gestorben. Man habe noch um 1 Uhr nachts nach einem Feuer mit Todesopfer zusammen gesessen. Morgens um 7.30 Uhr fanden sie dann den Kollegen tot auf - mit nur 51 Jahren. Und das ausgerechnet in der Wache, dem Rückzugsort.

Im Laufe der Jahre habe es aber auch in vielen Bereichen Fortschritte gegeben. Schneid nennt hier Rauchmelder, (betrieblichen) Brandschutz und neue Baumaterialien. So sei die Anzahl der Brandeinsätze deutlich zurückgegangen.

Eine Sache ist ihm aber auch negativ aufgefallen. Der Respekt der Feuerwehr gegenüber habe abgenommen. "Wir waren früher mal die Guten", sagt Schneid, "aber da gehören wir nicht mehr zu."

Er ärgert sich darüber, dass die Feuerwehr als "Störer" und "Einschränker der persönlichen Freiheit" empfunden werde. Manche Leute würden nur Rechte kennen, aber keine Pflichten. Und das, obwohl auch sie mal auf die Hilfe durch die Feuerwehr angewiesen sein könnten.

Viele Eindrücke eines bewegten Berufslebens im Buch

Autor Lothar Schneid zeigt sein Buch in seinem Garten bei Köln.
Autor Lothar Schneid zeigt sein Buch in seinem Garten bei Köln.

Das Nachwuchsproblem bei der Feuerwehr ist aus Schneids Erfahrung kein neues Phänomen. Die Bezahlung könnte auch aufgrund der umfangreichen Ausbildung besser sein, findet er. Das sei aber ein Problem der (klammen) Kommunen.

Zudem hätten viele Menschen keine Lust mehr auf einen so anstrengenden Job und lieber das "Rundum-sorglos-Paket". Weitere Probleme seien die Qualifikation und Mängel bei der sportlichen Fitness.

Trotz allem hat Lothar Schneid nie daran gedacht, die Feuerwehr zu verlassen. Maximal an einen Wechsel innerhalb der Behörde weg vom Dienst hin an den Schreibtisch habe er mal kurzzeitig gedacht. Weil der Job ihm Freude machte.

Das eindrucksvolle Buch von Lothar Schneid ist Ende März 2019 bei BoD erschienen (ISBN 978-3749428137).

Fotos: privat, 123RF, DPA

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