So teuer ist die Unterbringung von mehr als 2000 Flüchtlingen in Kölner Hotels

Köln – In mehreren nordrhein-westfälischen Städten sind Geflüchtete laut WDR in Hotels untergebracht. Während dies in vielen Fällen eine Ausnahme darstellt, wohnen in Köln über 2200 Flüchtlinge in 40 Hotels. Dabei fallen immense Kosten an. Die Stadt verteidigt diese Vorgehensweise.
In diesem Hotel in Köln-Dellbrück sind seit Herbst 2017 Flüchtlinge untergebracht.
In diesem Hotel in Köln-Dellbrück sind seit Herbst 2017 Flüchtlinge untergebracht.  © DPA

Unter den befragten 30 größten Städten und Gemeinden haben Dortmund, Hamm, Moers und Bergisch Gladbach jeweils ein Hotel, Mönchengladbach zwei für Flüchtlinge angemietet, berichtete der Sender am Mittwoch.

Nicht nur beim Umfang, auch bei den Preisen fällt Köln aus dem Rahmen. Während Dortmund dem WDR zufolge gut 8 Euro pro Nacht und Person zahlt, also rund 240 Euro Monatsmiete, überweise Köln Hotelbesitzern im Schnitt 31 Euro pro Person und Nacht - gut 900 Euro im Monat.

Die Hotelzimmer sind in fast allen Fällen mit mehreren Personen belegt, für die jeweils eine eigene Miete fällig wird. Die Domstadt verteidigte die Hotel-Anmietungen im WDR mit einem nach wie vor bestehenden "Not-Zustand".

Die zweitgrößte Stadt Düsseldorf meldete dagegen, man komme nach dem Kauf von Immobilien und Modulbauten auch ohne Hotels aus.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hatte nach Kritik bereits im April angekündigt, alle Vereinbarungen zur Hotel-Unterbringung von Flüchtlingen auf den Prüfstand zu stellen. Damals war ein Hotel-Deal der Stadt mit einer CDU-Politikerin bekannt geworden, der für viel Aufsehen sorgte (Tag24 berichtete). Die Millionenstadt gibt dafür nach damaligen Angaben 25 bis 30 Millionen Euro jährlich aus.

Titelfoto: DPA


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