Frau will Kinderbett verkaufen und wird beinahe mit Messer getötet

Köln - Die zweifache Mutter wollte ein Kinderbett verkaufen. Als ein vermeintlicher Kaufinteressent klingelt, wird sie mit einem Messer lebensgefährlich verletzt (TAG24 berichtete). Im Prozess wird am Mittwoch (9.15 Uhr) das Urteil erwartet.

Bei dem Überfall soll es sich um ein versuchtes Sexualverbrechen gehandelt haben.
Bei dem Überfall soll es sich um ein versuchtes Sexualverbrechen gehandelt haben.  © 123RF

Angeklagt ist in dem Verfahren am Kölner Landgericht ein 59-Jähriger wegen versuchten besonders schweren Raubes sowie gefährlicher Körperverletzung.

Er soll die Frau im August 2018 nach einer Terminvereinbarung zum Kauf des angebotenen Kinderbettes in ihrer Wohnung in Köln-Deutz aufgesucht und unvermittelt angegriffen haben.

Dabei soll er die zweifache Mutter mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben.

Was zunächst wie ein versuchter Raubüberfall aussah, entpuppte sich während der Beweisaufnahme nach und nach als versuchtes Sexualverbrechen.

In einer korrigierten Einlassung hat der 59-jährige Deutsche zugegeben, dass sexuelle Motive maßgeblich für den Überfall gewesen seien.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Verurteilung zu sieben Jahren und neun Monaten wegen versuchter besonders schwerer sexueller Nötigung sowie gefährlicher Körperverletzung beantragt. Die Verteidigung plädierte für eine zweijährige Bewährungsstrafe.

Update, 12.07 Uhr: Viereinhalb Jahre Haft

Am Mittwoch wird um 9.15 Uhr das Urteil im Prozess gegen den 59-Jährigen erwartet.
Am Mittwoch wird um 9.15 Uhr das Urteil im Prozess gegen den 59-Jährigen erwartet.

Im Prozess um den Überfall auf die Anbieterin eines Kinderbettes bei Ebay-Kleinanzeigen hat das Kölner Landgericht den 59 Jahre alten Angeklagten zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil erging am Mittwoch wegen versuchter besonders schwerer sexueller Nötigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

Nach Überzeugung des Gerichts hatte sich der 59-Jährige im vergangenen August auf die Verkaufsanzeige im Internet hin bei dem Opfer gemeldet und Interesse an dem Bettchen bekundet.

Beim vereinbarten Übergabetermin in der Wohnung der Frau in Köln-Deutz attackierte er sie dann hinterrücks. Es folgte "eine von der Geschädigten als Kampf auf Leben und Tod empfundene Auseinandersetzung", wie der Richter sagte.

Titelfoto: 123RF

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