Nachbarin hinterhältig im Schlaf erstochen: Urteil gegen Mann gefällt

Köln - Weil er seine schlafende Nachbarin in ihrem Bett erstochen hat, muss ein 47-Jähriger lebenslang ins Gefängnis. Das Landgericht Köln verurteilte den Deutschen am Mittwoch wegen heimtückischen Mordes.

Der Mann muss lebenslang ins Gefängnis (Symbolbild)
Der Mann muss lebenslang ins Gefängnis (Symbolbild)  © 123RF

Das spätere Opfer soll einer Freundin geraten haben, ihre intime Beziehung zu dem Mann zu beenden.

Nachdem die Frau tatsächlich den Kontakt abgebrochen hatte, kam es laut Gericht im Juni 2018 in Elsdorf (Rhein-Erft-Kreis) zu der Tat.

Der Täter war laut Gericht durch ein Gästetoiletten-Fenster in das Haus seiner Nachbarin eingedrungen.

Mit einem Messer habe er 28 Mal auf die Frau eingestochen. Dabei verletzte er sie so schwer, dass sie noch in ihrem Bett verblutete.

Die Tat sei das Resultat einer "Dreiecksbeziehung" zwischen dem Täter, dem späteren Opfer sowie der gemeinsamen Bekannten gewesen, die sich "dramatisch entwickelt" habe, hieß es im Urteil.

Der Verurteilte hatte im November 2017 zufällig eine Jugendliebe wiedergetroffen.

Zwischen der verheirateten Frau und dem Mann habe sich ab Februar 2018 eine sexuelle Beziehung entwickelt.

Als der Täter ihr einen Heiratsantrag machte, habe sie aber den Kontakt abgebrochen. Kurz vor der Tat erfuhr der Mann vom späteren Opfer, dass sie der Freundin zu diesem Schritt geraten hatte.

Im Anschluss an den Mord hatte der 47-Jährige mit dem Handy der Toten noch eine Nachricht an seine Ex-Geliebte geschickt. Darin hatte er ihr geschrieben, dass sie sich von ihrem Ehemann trennen solle.

Die Polizei ermittelt. (Symbolbild)
Die Polizei ermittelt. (Symbolbild)  © 123RF

Titelfoto: 123RF

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