Schock! So drastisch soll der Rundfunkbeitrag steigen

Mit ein paar Cents ist es bei der GEZ schon lange nicht mehr getan...
Mit ein paar Cents ist es bei der GEZ schon lange nicht mehr getan...  © David Ebener/dpa

Köln - Der Rundfunkbeitrag soll drastisch steigen, wenn es nach nach dem Willen der öffentlich-rechtlichen Sender geht. 21 Euro sollen es demnach pro Monat werden, damit sie ihr Einsparvolumen von 2,2 Milliarden Euro bis zum Jahr 2024 bewältigen können.

Die Anhebung soll in den nächsten zwölf Jahren von den heutigen 17,50 Euro pro Monat auf 21 Euro steigen. Wie es scheint, planen die Medienanstalten von ARD, ZDF und Deutschlandradio im September den für sie zuständigen Bundesländern eine automatische Anpassung der Rundfunkbeiträge vorzuschlagen.

Die Bundesländer haben hingegen ganz andere Pläne. Sie wollen den Beitrag mindestens stabil halten, die KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) will ihn sogar um 30 Cent senken.

Wer sich am Ende durchsetzen wird, ist noch offen, eines jedoch nicht: Die Ersparnisse sollen nicht den Zuschauern zugute kommen.

In einem Grundpapier, das der "FAS" vorliegt, heißt es kryptisch, dass die Ersparnisse "umgeschichtet in die Vielfalt neuer Angebote des digitalen Medienwandels" werden sollen.

Konkreter sind da folgende Fakten: Seit 2013 ist jeder Haushalt in Deutschland verpflichtet den Beitrag zu zahlen. Dabei spielt es noch nichtmal eine Rolle, ob es in dem Haushalt überhaupt einen Fernseher gibt.

Titelfoto: David Ebener/dpa