Kölns OB Reker: Warum Silvester 2015 nichts verändert hat

Köln – Trotz der Übergriffe in der Silvesternacht hat die Willkommenskultur in Köln nach Meinung von Oberbürgermeisterin Henriette Reker nicht gelitten.

Henriette Reker (61) ist seit 2015 Oberbürgermeisterin von Köln.
Henriette Reker (61) ist seit 2015 Oberbürgermeisterin von Köln.  © Bild-Collage dpa/dpa

"Ich bin stolz auf die Kölner, dass sie ihre Willkommenskultur nicht verändert haben", sagte die parteilose Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

"Sie haben sehr schnell gemerkt: Hier ist etwas passiert, was zu uns nicht passt, was importiert worden ist. Wir waren die Bühne dafür. Aber das hat bei ihnen eben nicht zu veränderten Einstellungen gegenüber Migranten und Flüchtlingen geführt. Köln ist so offen geblieben, wie es war."

An Silvester 2015/16 waren rund um den Kölner Hauptbahnhof zahlreiche Frauen sexuell bedrängt und bestohlen worden. Viele Tatverdächtige waren Flüchtlinge oder Migranten.

Bundesweit wurde die Kölner Silvesternacht vielfach als Wendepunkt im Verhältnis der Deutschen zur Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und sogar als Ende der Willkommenskultur gedeutet.

Titelfoto: Bild-Collage dpa/dpa


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