Oberbürgermeisterin Henriette Reker kandidiert nochmal!

Köln - Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (62, parteilos) wird für eine zweite Amtszeit kandidieren. Das gab sie jetzt bekannt.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (62, parteilos).
Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (62, parteilos).  © DPA

"Meine Heimatstadt weiterzubringen ist mir die größte Ehre. Ich bitte die Kölnerinnen und Kölner um ihr Vertrauen für weitere fünf Jahre" teilte sie mit.

Damit legte sie sich fest und möchte bei der nächsten Kommunalwahl 2020 erneut mit Rückendeckung der Kölner CDU und den Grünen bei den Wahlen den Sieg für sich holen. Bislang hatte sie sich eine zweite Amtszeit offengehalten.

"Für mich ist es ein großes Privileg, Oberbürgermeisterin meiner Heimatstadt zu sein", so die Kölnerin. Und in ihrer Heimat wolle sie erneut die Aufgaben anpacken, erklärte sie in einem Video.

"Köln wird wachsen, wahrscheinlich um 100.000 Menschen. Und das gilt es jetzt nachhaltig und gut zu gestalten", so Reker.

Dabei sei ihr bewusst, dass die Herausforderungen immer größer würden. "Darum ist es mir ja auch wichtig, dass ich sage, ich bin eine Expertin für Köln." Sie könne ihren Fokus auf die Lösungen von Problemen in Köln setzen. Das sei auch ein Argument für die zweite Amtszeit.

So möchte sie nach eigenen Angaben Vorbild für den Klimaschutz sein, die Digitalisierung in Köln vorantreiben und weiter für eine transparentere Verwaltung sorgen.

Wahlsieg und Attentat auf Reker im Jahr 2015

Henriette Rekers erste Kandidatur als Oberbürgermeisterin von Köln war im Jahr 2015 von CDU, FDP, den Grünen, den Freien Wählern und der Wählergruppe Deine Freunde unterstützt worden.

Einen Tag vor den Wahlen wurde die 62-Jährige Opfer eines Messerattentats und dabei schwer verletzt. Die Wahlen zur Oberbürgermeisterin gewann Reker dann im ersten Wahlgang mit 52,66 Prozent.

Update, 13.44 Uhr: Reker geht von Unterstützung der Grünen und CDU aus

Henriette Reker führte Gespräche mit Grünen und CDU.
Henriette Reker führte Gespräche mit Grünen und CDU.  © DPA

Die 62-Jährige kann aller Voraussicht nach auf die Unterstützung von CDU und Grünen zählen.

In den vergangenen Wochen habe sie mit Vertretern der beiden Parteien Gespräche geführt und "eine gute Übereinstimmung zu den wichtigen Themen dieser Stadt gefunden".

Offiziell sollen die Mitglieder von CDU und Grünen demnächst bei Kreisparteitagen über Rekers Nominierung entscheiden.

Danach werde sie die Leitlinien für ihre zweite Amtszeit "finalisieren und veröffentlichen", sagte sie bei einer Pressekonferenz.

Ihre kommunalpolitische Bilanz in Köln ist umstritten. Reker war mit dem Anspruch angetreten, die viertgrößte deutsche Stadt mit knapp 1,1 Millionen Einwohnern in die "Champions League" der Metropolen zurückzuführen.

Sie versprach einen "tiefgreifenden Wandel", unter anderem durch eine Verwaltungsreform. Zahlreiche Projekte im Wohnungsbau, bei der Verkehrsplanung oder im Kulturbereich kommen aber nach wie vor nur schleppend voran. "Vieles geht noch zu langsam und reicht nicht aus, um die vor uns liegenden Herausforderungen zu meistern", räumte sie am Donnerstag ein.

Henriette Reker ist in Köln geboren und aufgewachsen. Nach dem Jurastudium arbeitete sie in Bielefeld, Münster und Gelsenkirchen, wo sie zehn Jahre als Dezernentin Erfahrungen sammelte.

Titelfoto: DPA

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