Ungewöhnliche Wohnungs-Anzeige: Hier sind die Nachbarn mittags schon dicht

Der Vermieter hat eine genaue Vorstellung von den Leuten, die sich in der Gegen nicht wohl fühlen werden (Symbolbild).
Der Vermieter hat eine genaue Vorstellung von den Leuten, die sich in der Gegen nicht wohl fühlen werden (Symbolbild).  © 123RF

Köln - Ruhige Gegend, helle Räume, Gestaltungsfreiheit, nette Nachbarschaft...In Wohnungsanzeigen wird so ziemlich alles schön gemalt, um die Mieter anzulocken. Anders im Kölner Stadtteil Nippes, wo derzeit eine schicke Maisonette-Wohnung vermietet wird.

Natürlich sollen auch hier Mieter gefunden werden, doch dem Makler geht es nicht darum, ein finanziell abgesichertes Spießerpärchen für die 110-Quadratmeter Maisonnette-Bude zu begeistern. Solche Leute will er gleich vorher abschrecken, wie das Inserat auf ImmobilienScout zeigt.

Das Objekt liegt nämlich in "keiner ruhigen Wohngegend", die Straße ist eine "nicht schöne, viel befahrene Einbahnstraße, tags laut". Stattdessen könne man eine "rohe, herzliche, bunte Gegend" erwarten, bei der "man auf jeden Fall auf der Straße zum nachbarschaftlichen Schwatz angesprochen wird, aber unter Umständen auch schon mal Mittags betrunken".

Wer damit nicht umgehen könne, sei hier falsch. "Nichts für "Helikoptereltern" oder Menschen die sich total abschotten", so der Vermieter. Man wünsche sich aber "schlaue, nette Menschen mit Musik-, Kunst-, Handwerk- oder Politikinteresse".

Doch wer steckt hinter der Annonce? Der Kölner Express zitiert Anwohner, die eher irritiert von der Beschreibung ihres Viertels sind. "Ich wusste gar nicht, dass ich in so einer schlimmen, lauten Gegend wohne. Der kann hier nicht oft gewesen sein", meint eine.

Vielleicht hat er das Objekt ja in der Karnevalszeit erworben?


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