Krebskranke Frau im Supermarkt als "Seuche" beleidigt: Der Grund macht fassungslos

Köln – Sabrina (34) aus Köln hat Leukämie und geht offen damit um. Doch jetzt wurde sie dafür aufs Übelste beschimpft.

Sabrina ging der Vorfall im Supermarkt extrem nahe.
Sabrina ging der Vorfall im Supermarkt extrem nahe.  © Facebook: Always Keep Fighting - My Life My Story

Am vergangenen Samstag wollte die Kölnerin im Stadtteil Nippes in einem Supermarkt ihre Einkäufe erledigen.

Sie trug wie immer ihren Mundschutz zu ihrer eigenen Sicherheit und wurde von einem älteren Mann darauf angesprochen – oder besser gesagt, beschimpft.

Ein Freund von ihr berichtet auf Facebook, was ihr widerfahren ist: "Sie wurde dort von einem älteren Mann angeschnautzt, was ihr einfallen würde mit einer solchen Seuche in den Supermarkt zu kommen. So etwas wie sie gehöre eingesperrt oder vergast."

Und obwohl alle Kunden es mitbekommen haben, hat keiner den Mut bewiesen den Senioren für diese Erniedrigung zurechtzuweisen. "Auch andere Personen habe dieser 'Mensch' auf Sabrina aufmerksam gemacht und eine Mutter habe ihr Kleinkind daraufhin von Sabrina weg auf Seite gezogen", schreibt Sabrinas Freund wütend. (Rechtschreibung übernommen)

Und weiter: "Dann sei der ältere Mann zu einem Mitarbeiter des Supermarktes gegangen und habe sich über Sabrina beschwert, wie man "Sowas" in den Laden lassen könne. Daraufhin sei der Mitarbeiter zu Sabrina hingegangen und habe ihr geraten zu den Stoßzeiten besser nicht mehr in den Supermarkt zu kommen."

Facebook-User sind empört

Sabrina mit ihrem Freund Don.
Sabrina mit ihrem Freund Don.  © Facebook: Always Keep Fighting - My Life My Story

Offenbar war dem Mann nicht klar, dass Leukämie-Patienten in der Öffentlichkeit nur einen Mundschutz tragen, um sich selbst vor Infektionen zu schützen. Schließlich ist Krebs nicht ansteckend. "Sie könnte bereits an einer Erkältung sterben", beschreibt ihr Freund Don.

Auch Sabrina hat sich im Nachhinein zu dem Vorfall geäußert: "Da ich noch zu sehr emotional damit befasst bin, hab ich selber noch nichts dazu geschrieben."

Auf Facebook geht der Post gerade viral. Viele Kölnerinnen und Kölner schämen sich für dieses Verhalten und wollen der 34-Jährigen Mut geben, sich von solchen Kommentaren nicht unterkriegen zu lassen.

"Das tut mir leid, dass du eine solche unmenschliche Erfahrung machen musstest 🙄 ich an deiner Stelle würde es aber nicht auf mir sitzen lassen. Es ist auch wichtig, dem Mitarbeiter aufzuzeichnen, dass sein Verhalten sicher nicht der Philosophie des Ladens entsprochen hat." oder "Würde gerne wissen welche Filiale das war, gemeinschaftlich alle da hin gehen und alle Mundschutz tragen....so was geht garnicht." kann man unter beide Beiträge lesen. (Rechtschreibung übernommen)

Hoffentlich kann Sabrina aus diesen netten Worten etwas positive Energie schöpfen.

Titelfoto: Always Keep Fighting - My Life My Story

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