Tödliches Sicherheitsrisiko Bahn-Kupplung: KVB prüft Einsatz von Kameras

Köln – Nach zwei tödlichen Unfällen mit Straßenbahnen am vergangenen Samstag (16.06., TAG24 berichtete) reagiert die KVB. Das Unternehmen prüft, ob die Bahnen zukünftig mit Kameras für den Front- und Heckbereich ausgestattet werden. Dies wurde am Montag bekannt.
Bekommen die KVB-Bahnen zusätzliche Kameras für die Sicherheit? (Symbolbild)
Bekommen die KVB-Bahnen zusätzliche Kameras für die Sicherheit? (Symbolbild)

Nach den Straßenbahnunfällen ist die Diskussion um eine Verbesserung der Sicherheit im Kupplungsbereich wieder entflammt. Wenn Menschen zwischen die beiden Züge einer Straßenbahn geraten, endet dies in vielen Fällen tödlich.

Bisher entgegnete die KVB stets, eine Optimierung wie etwa ein Faltenschutz im Kupplungsbereich, sei nicht nachrüstbar.

Offenbar hat nun ein Umdenken stattgefunden. Denn per Pressemitteilung gab die KVB am Montag bekannt, dass neue Kameras das Sicherheitsrisiko verkleinern sollen. Eine hundertprozentige Sicherheit könne es nicht geben.

Da die Kameras in den Bahnen ohnehin bald erneuert werden müssten, werde die europaweite Ausschreibung um eine Option ergänzt. Es müssten auch noch datenschutzrechtliche Aspekte geprüft werden.

Bei einem positiven Ergebnis der Prüfung würden Kameras für den Front- und Heckbereich der Bahnen angeschafft und stünden in ein bis zwei Jahren bereit.

Anders sieht die Sache bei neuen Bahnen aus. Die KVB hatte vor kurzem die Anschaffung von 64 neuen Zügen beschlossen. Bei der Ausschreibung sollen die Hersteller Vorschläge für Sicherheitsmaßnahmen im Bereich der Kupplung vorlegen. Zudem sollen die Bahnen standardmäßig mit Außenkameras als Rückspiegel bestückt werden. Die neuen Züge werden voraussichtlich ab 2023 im Einsatz sein.


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