The Masked Singer: Überirdischer Max Mutzke singt Publikum in neue Welten

Köln – Gänsehaut pur! Das Finale von The Masked Singer war der würdige Abschluss einer Show, die sechs Wochen lang das deutsche Fernsehpublikum begeisterte. Astronaut Max Mutzke zeigte dabei, dass er nicht von dieser Welt ist.

Zum Finale kamen nochmal alle zusammen.
Zum Finale kamen nochmal alle zusammen.  © ProSieben/Julia Feldhagen

Das Raten hat ein Ende. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge durfte man das große Finale von "The Masked Singer" am Donnerstag verfolgen.

Die fünf Finalisten hatten in den letzten sechs Wochen unter ihren Masken geschwitzt und gesungen, was das Zeug hält.

Der Kudu, das Monster, der Engel, der Grashüpfer und der intergalaktische Astronaut durften noch einmal beweisen, dass sie zurecht im Finale standen.

Und es ging direkt los. MC KoolDu - wie Jurymitglied Ruth Moschner den Kudu taufte - ließ die Herzen aller Old School Hip Hop-Fans höher schlagen, als er eine Performance aufs Parkett legte, die selbst Run DMC (oder in diesem Fall Naughty by Nature) den Rap gestohlen hätte.

Leider sah das Publikum das etwas anders und er musste bereits nach der ersten Runde die Maske vom Kopf nehmen. An dieser Stelle sei gesagt; wirkliche Überraschungen unter den Masken waren im Finale nicht mehr zu finden - und so war der Kudu dann eben auch der schon längst erwartete Daniel Aminati. Man darf hoffen, dass er eine neue Karriere als MC startet.

Nun wissen wir es. Boxweltmeistern Susi Kentikian übergoss Fernsehdeutschland in den letzten Wochen mit sehr viel Zucker. Das Monster durfte man durchaus mit der "Forrest Gump'schen" Schachtel Pralinen vergleichen. Extrem süß, aber man weiß eben nicht was beziehungsweise wer drin steckt. Nun wissen wir es.

Es war schön zu sehen, dass auch Boxer eine weiche Seite haben.

Wenn Engel fallen, stehen Stars auf

Bülent Ceylan, der Engel des Metal.
Bülent Ceylan, der Engel des Metal.  © ProSieben/Julia Feldhagen

Und dann kamen die letzten drei Stars und sie bretterten eine Show durch den Äther, sodass noch am nächsten Tag halb Deutschland einen venezianischen Maskenball zu erleben scheint.

Halb Deutschland ist übrigens nicht mal übertrieben. Die Demaskierung des Siegers sahen 54 Prozent der 14 bis 49-Jährigen.

Der Engel, der mit seinen Metal-Einlagen schon in den letzten Wochen zeigte, dass "harte" Musik richtig Spaß machen kann, zeigte mit seiner Version des Spice-Girls-Klassikers "Wannabe" seinen Humor.

Mehr noch aber explodierten er und das Publikum bei "Shop Suey" von System of a Down. Der Song ist schon nicht leicht, aber was der Engel - und ja wir wissen ja eigentlich alle, dass es Bülent "Monneeeeeeeeem" Ceylan war - da abgeliefert hat, das war unendlicher "truer" Metal. Ganz großer Highway to Hell vom Herrn Ceylan. Dem Mann, den die Fans anscheinend an seinen Fingern erkannt hatten. Natürlich! An den Fingern und nicht an dem pfälzischen Dialekt, den er einfach nicht ablegen konnte.

Er musste sich dennoch gegen den Grashüpfer und den Astronauten geschlagen geben. Die beiden waren aber auch die professionellsten Sänger im Gespann der Maskeradeure.

Der Grashüpfer, auch hier keine Überraschung, entpuppte sich als Gil Ofarim, der sich den zweiten Platz redlich verdient hatte. Mit Charme, Stil und tollen Auftritten hatte er das Publikum um den Finger gewickelt.

Weltraumflug mit Max Mutzke

Max Mutzke ist nicht nur der Astronaut sonder auf der Gewinner von "The Masked Singer".
Max Mutzke ist nicht nur der Astronaut sonder auf der Gewinner von "The Masked Singer".  © ProSieben/Julia Feldhagen

Aber auch er hatte keine Chance gegen den Astronauten. Dieser Mann, dieser Max "ich bringe alle Gläser mit meiner Stimme zu platzen" Mutzke kann nicht von dieser Welt sein.

Seine Auftritte hatten einfach alle fassungslos gemacht, die das miterleben durften.

Ruth Moschner war mit Sicherheit nicht die einzige, die an diesem Abend mehrere Tränen vergoss.

Den drei Finals-Songs, allesamt Klassiker, hat Max seinen Stempel aufgedrückt, sie in eine Rakete gesteckt, abgefeuert, einmal durch die Galaxis und zurückgeschickt und in die Ohren der Zuhörer gebracht, dass man sich weitab des Alltags auf einem paradiesischen Planeten wiederfand.

Wer so viele verschiedenen Gefühle in einem wecken kann und das gleichzeitig, der hat den Sieg dieser Show mehr als verdient.

Man muss allen Stars die sich in die Masken getraut haben, Respekt aussprechen. Es gehört einiges dazu, sich da hinzustellen und die Show seines Lebens abzuliefern. Egal ob man gar nicht singen kann, ob man die Leute damit überrascht, wie gut man tatsächlich singen kann oder ob man einfach neue Welten öffnet.

Und das war es auch, was "The Masked Singer" ausgemacht hat. Das Raten war spaßig, aber jede einzelne Performance war etwas Wunderbares für sich. Man darf sich zurecht auf die zweite Staffel freuen.

Daniel "MC KoolDu" Aminati.
Daniel "MC KoolDu" Aminati.  © ProSieben/Julia Feldhagen
Susi Kentikian war das Monster.
Susi Kentikian war das Monster.  © ProSieben/Julia Feldhagen
Gil Ofarmin, der Grashüpfer mit Stil.
Gil Ofarmin, der Grashüpfer mit Stil.  © ProSieben/Julia Feldhagen

Titelfoto: ProSieben/Julia Feldhagen

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