Nach Bandidos-Auflösung: Polizei will Rocker-Banden weiter unter Druck setzen

Köln - Auch nach der angeblichen Auflösung der Kölner Ortsgruppe der berüchtigten Bandidos (TAG24 berichtete) will die Polizei den Druck auf die Rocker-Banden aufrecht erhalten.

Unbekannte hatten am 4. Januar mehr als ein Dutzend Schüsse auf eine Spielhalle im Kölner Stadtteil Buchheim abgegeben.
Unbekannte hatten am 4. Januar mehr als ein Dutzend Schüsse auf eine Spielhalle im Kölner Stadtteil Buchheim abgegeben.  © DPA

"Ich habe am 9. Januar gesagt, dass wir die Kölner Bevölkerung vor diesen Kriminellen (...) schützen werden" teilte der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob am Mittwoch mit.

Seit drei Wochen habe es keine offenen Auseinandersetzungen mehr gegeben.

"Davon lassen wir uns genauso wenig blenden, wie von der offiziellen Auflösung eines Bandidos-Chapters." Die Akteure seien nach wie vor in der Stadt.

Nach eigenen Angaben hat die Polizei seit Beginn ihrer Offensive gegen die Rocker am 9. Januar 400 Fahrzeuge und 13 Szene-Treffpunkte durchsucht.

Außerdem seien etwa 600 Personen kontrolliert worden.

In einem Fall seien über 60.000 Euro in bar und zwei hochwertige Autos durch die Stadt Köln gepfändet worden.

Konflikt zwischen Bandidos und Hells Angels eskalierte

Eine Befürchtung sei, dass sich die Gruppierungen um personelle Verstärkung bemühten.

In Köln war es zuletzt mehrfach zu Schießereien gekommen. Hintergrund der Taten ist nach Angaben der Polizei ein eskalierender Konflikt zwischen rivalisierenden Rocker-Banden, den Bandidos und den Hells Angels.

Am Montag hatten die Bandidos mitgeteilt, dass sich ihre Kölner Ortsgruppe aufgelöst habe.

Titelfoto: DPA

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