Nächster Schritt für riesiges Viertel "Deutzer Hafen" steht an

Köln - Das künftige Wohn- und Arbeitsveedel "Deutzer Hafen" soll in den nächsten Jahren rund 7000 Kölnern ein Zuhause und 6000 Menschen neue Büro-Arbeitsplätze bieten: Der nächste Planungsschritt steht jetzt an, der Bebauungsplan-Entwurf soll ausgearbeitet werden.

Blick vom Deutzer Hafen auf den Kölner Dom.
Blick vom Deutzer Hafen auf den Kölner Dom.  © DPA

Die Fläche für das künftige neue Kölner Wohn- und Arbeitsveedel "Deutzer Hafen" umfasst etwa 38 Hektar bisheriges Hafengebiet samt dem großen Hafenbecken und den bisherigen Mühlengebäuden.

Das Areal "Deutzer Hafen" soll langfristig zu Wohn- und Arbeitsraum werden, steckt aber momentan noch in den Vorplanungen.

Insgesamt könnten in den nächsten Jahren 7000 Menschen in dem neuen Veedel wohnen, weitere 6000 Menschen vor Ort in Büro-Gebäuden arbeiten.

Nachdem die ersten Pläne vorgestellt und die Kölner Bürger in einer ersten Runde beteiligt wurden, soll jetzt der sogenannte Bebauungsplan-Entwurf vom Stadtentwicklungsausschuss beschlossen werden. Der tagt am 19. September 2019.

Vorher soll der Plan noch in der Bezirksvertretung Porz und der Bezirksvertretung Innenstadt vorgestellt werden.

Laut Stadtverwaltung ist das geplante Areal "Deutzer Hafen" ideal als neues Wohn- und Arbeitsveedel geeignet.

"Die Neuentwicklung des Hafengebiets bietet nun die einmalige Gelegenheit, in dieser besonderen Lage ein einzigartiges und unverwechselbares urbanes und gemischtes Stadtquartier entstehen zu lassen", heißt es in der Vorlage der Stadt Köln.

Erste konkrete Ankerpunkte für das neue Veedel sind bereits festgelegt: Geht es nach der Stadt Köln, gibt es "enge Vorgaben" zu Abstandsflächen für die Wohnbebauung, Fassaden und Haushöhen. Dafür wurden erste Wohnbereiche für Häuser aufgeteilt, Grünanlagen und Straßen grob vorgeplant.

  • WOHNEN: Damit auch Menschen mit weniger Einkommen Chancen auf eine Wohnung in dem Veedel haben, sollen mindestens 30 Prozent der Wohnungen im Bau gefördert werden, so der aktuelle Plan. "Ein hoher Anteil bezahlbaren Wohnraums soll zusätzlich unter anderem durch die Einbindung von Genossenschaften und Baugruppen sichergestellt werden", heißt es.
  • HAFEN: Im Hafenbecken soll es für Schiffe im nördlichen Bereich Plätze zum Anlegen in Notfällen geben. Ob ein Pool am Hafenkopf in die Tat umgesetzt wird, soll immerhin geprüft werden.
  • SCHULE & KITAS: Eine fünfzügige Grundschule ist definitiv eingeplant. Sie soll spätestens ab 2021 geplant werden, damit sie rechtzeitig an den Start gehen kann. Dazu sind laut Verwaltung sieben Kitas im Veedel geplant.
  • STROM: Das riesige Veedel braucht Strom und deshalb ist ein Umspannwerk notwendig. Es könnte auf einem städtischen Grundstück zwischen Siegburger Straße und Poller Kirchweg gebaut werden.
  • KULTUR: Die Verwaltung hat noch keine konkreten Pläne, schlägt erstmal ein Konzept vor, das mögliche kulturelle Angebote im Veedel unterstützen könnte.
  • VERKEHR: Das neue Veedel braucht eine vernünftige Verkehrsanbindung. Laut Verwaltung soll ein eigenes Verkehrskonzept den Anschluss und die Mobilität im "Deutzer Hafen" absichern. Neue Rad- und Fußwege sowie ganze Straßen sind das eine, aber eine Buslinie zum Deutzer Bahnhof, eine neue rechtsrheinische Linie 8 und die neue S-Bahn S16 ein anderer Plan.
Eine mögliche Bebauung: Im Süden der Rhein und die Poller Wiesen, in der Mitte das Deutzer Hafenbecken, darum die geplanten neuen Wohnungs- und Bürogebäude.
Eine mögliche Bebauung: Im Süden der Rhein und die Poller Wiesen, in der Mitte das Deutzer Hafenbecken, darum die geplanten neuen Wohnungs- und Bürogebäude.  © Stadt Köln

Titelfoto: Stadt Köln

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