Stadt Köln erweitert Angebot der Drogenmobile am Neumarkt

Köln – Das mobile Drogenhilfeangebot der Stadt Köln auf dem Cäcilienhof soll bis April 2020 deutlich erweitert werden.

Dr. Harald Rau (4.v.l.) mit Vertretern von Gesundheitsamt, Ordnungsamt, Polizei und Kirchengemeinde bei der Vorstellung des mobilen Drogenhilfeangebots im Dezember 2019.
Dr. Harald Rau (4.v.l.) mit Vertretern von Gesundheitsamt, Ordnungsamt, Polizei und Kirchengemeinde bei der Vorstellung des mobilen Drogenhilfeangebots im Dezember 2019.  © Stadt Köln

Dies teilte die Stadt am Dienstag mit. Derzeit ist das Drogenkonsummobil in der Nähe des Neumarkts montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Die Öffnungszeiten sollen schrittweise ausgeweitet werden, bis das Angebot dann von 8 bis 20 Uhr erreichbar ist. Am Wochenende wird das Angebot auch weiterhin nicht zur Verfügung stehen.

Die neuen Öffnungszeiten gelten auch für das Beratungsmobil vor Ort. Beide Einheiten sind seit dem 5. Dezember 2019 in Betrieb (TAG24 berichtete).

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Nach Angaben der Stadt Köln wird das Angebot stark nachgefragt. In den ersten drei Monaten habe es 1331 Konsumvorgänge und 871 Beratungsgespräche gegeben.

Durch das Angebot soll einerseits den Suchtkranken geholfen werden. Ein zweites Ziel ist die Entlastung der Drogenszene am Neumarkt, um offenen Drogenkonsum möglichst zu vermeiden.

Da das Angebot derzeit noch nicht ausreicht, sucht die Stadt weiterhin nach einem geeigneten Ort für einen festen Drogenkonsumraum. Derzeit werden verschiedene Optionen geprüft, teilte eine Sprecherin der Stadt auf Nachfrage mit. Eine Inbetriebnahme werde in 2021 angestrebt.

Auch in den Stadtteilen Mülheim und Kalk sollen Drogenhilfeangebote mit Konsumräumen realisiert werden. Sobald es am Neumarkt einen Raum zur dauerhaften Nutzung gibt, will die Stadt Köln prüfen, inwieweit die Drogenkonsum-Mobile an den Standorten Kalk und Mülheim eingesetzt werden können.

Das mobile Drogenhilfeangebot am Neumarkt

Die Stadt Köln möchte die Situation der Drogensüchtigen rund um den Kölner Neumarkt schon seit längerer Zeit verbessern. Der offene Drogenkonsum in öffentlichen Anlagen, auf Gehwegen oder in Hauseingängen stellt für Anwohner und Geschäftstreibende eine große Belastung dar.

Bereits seit September 2017 fordert ein Beschluss des Rates der Stadt Köln Neumarktnähe ein niederschwelliges Drogenhilfeangebot mit Konsumraum gemäß der Drogenkonsumraumverordnung des Landes NRW. 

Insofern stellt das seit Anfang Dezember verfügbare mobile Drogenhilfeangebot eine Übergangslösung dar. In einem der Fahrzeuge können Abhängige unter medizinischer Aufsicht Drogen konsumieren, im zweiten Mobil finden Beratungen statt.

Titelfoto: Stadt Köln

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