Schüsse in Oberkörper: Mordprozess gegen mutmaßliche Hells Angels in Köln

Köln - Drei mutmaßliche Mitglieder der "Hells Angels" stehen von Dienstag (14 Uhr) an wegen Mordes vor dem Kölner Landgericht.

Ein Mitglied der Hells Angels.
Ein Mitglied der Hells Angels.  © DPA

Zwei Angeklagte sollen am 25. November 2015 in einer Bar im Kölner Stadtteil Nippes einem Mann erschossen haben.

Der dritte Angeklagte soll ihnen den Aufenthaltsort des Opfers genannt haben.

Die Staatsanwaltschaft hält die Tat für eine Strafaktion für einen wenige Tage zuvor erfolgten Einbruch in einen "Hells Angels"-Treffpunkt.

Zwei Tatverdächtige sind laut Anklageschrift Türken, ein Tatverdächtiger Deutscher.

Laut Anklageschrift haben die Rocker nach dem Einbruch eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise auf die Einbrecher ausgelobt.

Daraufhin habe sich der dritte Angeklagte gemeldet und die Bar in Nippes als Aufenthaltsort der mutmaßlichen Einbrecher benannt.

Die zwei anderen Angeklagten sowie weitere, zum Teil unbekannte Mittäter, seien gewaltsam in die Kneipe eingedrungen, heißt es in der Anklageschrift.

Drinnen sollen die Täter einem Mann aus kurzer Distanz in den Oberkörper geschossen haben. Das Opfer starb noch am Tatort. Zwei weitere Männer wurden durch Schüsse lebensgefährlich verletzt, überlebten aber. Für den Prozess hat das Landgericht bis Mitte Dezember 25 Verhandlungstage terminiert.

Das Landgericht Köln
Das Landgericht Köln  © dpa/Oliver Berg

Titelfoto: DPA

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