Mann (26) gab tödlichen Schuss mit Pfefferpistole ab: Details sind grausam

Köln – Wegen eines Nachbarschaftsstreits mit tödlichem Ende (TAG24 berichtete) steht seit Mittwoch ein 26 Jahre alter Mann wegen Totschlags vor dem Kölner Landgericht.

Der Angeklagte wartet im Landgericht in Köln auf den Beginn des Prozesses.
Der Angeklagte wartet im Landgericht in Köln auf den Beginn des Prozesses.  © Henning Kaiser/dpa

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen vor, im März 2018 einen 30 Jahre alten Nachbarn in Bergisch Gladbach mit einer sogenannten Pfefferpistole tödlich verletzt zu haben.

Der Beschuldigte gestand die Tat.

Laut Anklageschrift hatte der 26-Jährige vor der Tat in seinem Fahrzeug vor dem Haus seiner Eltern gesessen und versucht, den Nachbarn zu fotografieren.

Als der 30-Jährige dies bemerkte, habe er den Angeklagten mit mehreren Faustschlägen ins Gesicht durch das geöffnete Seitenfenster attackiert. Daraufhin sei dieser ausgestiegen und habe einen ersten Schuss aus der Pfefferpistole auf die Brust des Kontrahenten abgefeuert.

Mit einem zweiten Schuss habe er aus nächster Nähe "gezielt in den Augenbereich" des Kontrahenten gefeuert.

Opfer verstarb im Krankenhaus

Der Prozess findet am Kölner Landgericht statt (Archivbild).
Der Prozess findet am Kölner Landgericht statt (Archivbild).  © Oliver Berg/dpa

Der gebündelte Reizstoffstrahl, der mit einer Geschwindigkeit von 120 Metern in der Sekunde beschleunigt wurde, habe dann ein Auge des Opfers "zerfetzt" und "die knöcherne Augenhöhle zertrümmert" und sei rund sieben Zentimeter tief in den frontalen Großhirnbereich eingedrungen. Das Opfer starb wenige Tage später in einem Krankenhaus.

Vor Gericht erzählte der Angeklagte, dass die Nachbarschaft über Tage hinweg von dem 30-jährigen Opfer tyrannisiert worden sei. Wiederholt seien Reifen von Fahrzeugen in der Straße zerstochen oder Lackierungen zerkratzt worden - darunter auch der Wagen seines kurz zuvor verstorbenen Vaters.

Ferner seien er, sein Bruder und seine Mutter von dem Mann mit dem Tode bedroht worden.

Der Angeklagte ist seit September 2018 von der Untersuchungshaft verschont und befindet sich seither unter Auflagen auf freiem Fuß.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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