"Das ist eindeutiger Betrug!" FC-Fan erstattet Anzeige gegen Video-Schiri

Schiedsrichter Tobias Welz wurde von einem Kölner Fan angezeigt.
Schiedsrichter Tobias Welz wurde von einem Kölner Fan angezeigt.

Köln - Erneute Niederlage, immer noch Schlusslicht und noch kein Dreier in der laufenden Saison.

Für den 1. FC Köln läuft es einfach nicht rund. Auch am Samstag gingen die Geißböcke als Verlierer vom Feld, mussten sich 0:1 gegen Mainz 05 geschlagen geben.

Das entscheidende Tor geriet allerdings in den Fokus. Bei einer Elfmeterentscheidung vertraute Schiedsrichter Felix Brych lieber auf die Videobilder. Also kontaktierte er Schiedsrichter Tobias Welz, der beurteilen sollte, ob der Mainzer Pablo de Blasis im Strafraum von den Kölnern Sörensen und Rausch gefoult worden war.

Tobias Welz entschied, dass es einen Kontakt gegeben habe. Die Folge: Elfmeter für Mainz, woraus das 1:0 entstand.

Allerdings wurde nach dem Spiel schnell klar, dass es kein Foul gab. Die Entscheidung des Schiris war falsch, es hätte kein Elfmeter geben dürfen.

Damit ist der 1. FC Köln in dieser Saison schon das vierte Mal Opfer falscher Videoentscheidungen geworden. Zu viel für den FC-Fan Bodo Cieslar. Er erkennt in der Entscheidung einen eindeutigen Betrugsversuch.

Beim Spiel Mainz gegen Köln gab es mächtig Diskussionsbedarf.
Beim Spiel Mainz gegen Köln gab es mächtig Diskussionsbedarf.

"Es geht um Millionen, es geht um Wetteinsätze, es geht um hunderttausende Fans. Jetzt am Samstag beim Spiel Mainz gegen Köln, wurde der Bogen weit überspannt", berichtet er gegenüber dem "Express". Deshalb habe er Strafanzeige bei der Kölner Staatsanwaltschaft mittels Fax gestellt.

Darin beschreibt er besonders den Augenblick, in dem der Schiedsrichter in seinen Augen bewusst falsch entschieden habe:

"In allen Videozeitlupeneinstellungen wurde immer wieder eindeutig und von allen ausnahmslos bestätigt, daß es keinerlei regelwidrigen Körperkontakt zum „gefoulten“ Mainzer Spieler gegeben war und zudem ganz klar auf keinen Fall am Knie. Und genau das hat der Videoassistent Tobias Welz trotz Zeitlupe fälschlich behauptet und damit verhindert, daß sich der Schiedsrichter Dr. Felix Brych persönlich die Zeitlupe anschaut. Das ist ein eindeutiger und bewußter Betrug. Ein Wahrnehmungsfehler ist völlig ausgeschlossen, zumal Tobias Welz als zugleich Polizeibeamter und Schiedsrichter in dieser Hinsicht bestens geschult und erfahren sein muß", ", zitiert der "Express" den Auszug aus der Strafanzeige von Bodo Cieslar.

Ob es allerdings tatsächlich zu einem Strafverfahren kommen wird, ist noch nicht bekannt.


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