Schuh-Krise! Kaufen Kunden etwa weniger ein?

Köln – Der deutsche Schuheinzelhandel hat ein schwieriges Geschäftsjahr hinter sich – Schuhhändler klagen über die rückläufige Nachfrage nach Schuhen.

Im vergangenen Jahr wuchs der Onlinehandel mit Schuhen um rund fünf Prozent. (Symbolbild)
Im vergangenen Jahr wuchs der Onlinehandel mit Schuhen um rund fünf Prozent. (Symbolbild)  © 123RF

Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesverbands des Deutschen Schuheinzelhandel (BDSE) gaben die Umsätze um durchschnittlich 3 Prozent nach.

Deutschlandweit setze der Schuheinzelhandel rund 11,5 Milliarden Euro um. Die einzelnen Vertriebswege performten allerdings unterschiedlich.

Modehändler mit überwiegend stationärem Handel sind überwiegend betroffen. Diese mussten im Jahr 2018 sogar ein Umsatzminus von etwa 4 Prozent hinnehmen.

Nach BDSE-Erhebungen schlossen 73 Prozent der Schuhgeschäfte das vergangene Jahr mit einem Umsatzminus ab. Nur 20 Prozent konnten ihre Umsätze in 2018 steigern.

Schuhhändler hatten 2018 unter anderem auch mit den Folgen des ungewöhnlich langen und warmen Sommers zu kämpfen. Im zweiten Halbjahr lief die Herbst-/Wintersaison sehr spät an, da der Hochsommer nicht weichen wollte.

80 Prozent der befragten Schuhgeschäfte meldeten rückläufige Kundenfrequenzen für das abgelaufene Jahr. Dagegen wächst nach wie vor der Online-Handel mit 4 bis 5 Prozent Umsatzplus. Gut jedes fünfte Paar Schuhe wird von den Kunden hierzulande nämlich im Internet gekauft.

Für das Jahr 2019 ist der Schuheinzelhandel recht zuversichtlich. Nur ein Viertel rechnet mit einem erneuten Umsatzrückgang.

Der Schuhverkauf in deutschen Geschäften hat mit großem Minus zu kämpfen. (Symbolbild)
Der Schuhverkauf in deutschen Geschäften hat mit großem Minus zu kämpfen. (Symbolbild)  © 123RF

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