Seilbahn-Unglück: Ursache nach Gutachten festgestellt

Höhenretter befreiten alle Fahrgäste aus der Seilbahn.
Höhenretter befreiten alle Fahrgäste aus der Seilbahn.  © DPA

Köln – Gut sieben Monate nach dem Seilbahn-Unfall, bei der 65 Menschen in einer aufwändigen Rettungsaktion aus ihren Gondeln befreit werden mussten, steht die Unglücksursache fest.

Die Expertise hatte auch deshalb so lange auf sich warten lassen, weil unter anderem noch Zeugen nachvernommen werden mussten.

Jetzt hat ein von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenes Gutachten ergeben, dass sich am 30. Juli 2017 ein dreieinhalb Meter langes Serviceseil um eine Gondel gewickelt und so den Notstop ausgelöst hat.

An dem Seil wird zu Wartungszwecken ein Montagewagen zu den Pylonen hochgezogen.

Warum es am Unglückstag locker herunter hing und sich in der Anlage verfangen konnte, ist jetzt Gegenstand der weiteren Aufklärung.

Gegen zwei Mitarbeiter der Seilbahn ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Körperverletzung. Bei dem Notfall war niemand verletzt worden, jedoch soll eine schwangere Frau Kreislaufprobleme und eine weitere Person einen Schock erlitten haben.

Üblicherweise startet die Seilbahn-Saison im März. Aber in diesem Jahr wird es länger dauern. Nach Angaben der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) wird die Seilbahn frühestens im Sommer wieder fahren. Zuvor solle eine umfassende Risikoanalyse über den Betrieb der Seilbahn erstellt werden.


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