Kann eine Gehirnerschütterung beim Sport bald besser erkannt werden?

Köln – Die Ergebnisse einer Studie der Deutschen Sporthochschule in Köln könnten die Diagnose von Gehirnerschütterungen im Sport erleichtern.

Christoph Kramer (28) zog sich im WM-Finale 2014 eine Gehirnerschütterung zu und spielte zunächst weiter.
Christoph Kramer (28) zog sich im WM-Finale 2014 eine Gehirnerschütterung zu und spielte zunächst weiter.  © Diego Azubel/EPA/dpa

Ob beim Eishockey, Fußball oder Football – in vielen Sportarten kommt es leider regelmäßig zu Gehirnerschütterungen.

Einer der bekanntesten Fälle ist Christoph Kramer (28), der im WM-Finale 2014 nach einem heftigen Zusammenprall zunächst sogar noch weiterspielte. Bis heute kann er sich an seinen Finaleinsatz nicht erinnern.

Um die Gesundheit der Sportler zu schützen, sollten diese im Falle einer Gehirnerschütterung ausgewechselt werden. Die Diagnose ist jedoch nicht einfach, da die Symptome nicht immer eindeutig sind.

Dr. Ingo Helmich untersuchte daher mit seinem Team das nonverbale Verhalten bzw. die Gesten betroffener Athleten und verglich diese mit gesunden Sportlern.

Und tatsächlich: Betroffene zeigten häufiger sogenannte Motion Quality Presentation Gestures. Die Forscher meinen, dass Gesten als Verhaltensmarker die Diagnostik von sportbedingten Gehirnerschütterungen verbessern können.

Die Studie wurde am 4. Dezember 2019 im Journal of Science and Medicine in Sport (JSAMS) veröffentlicht.

Im November erlitt Nationalspieler Luca Waldschmidt (23) im Spiel gegen Weißrussland eine Gehirnerschütterung und weitere Verletzungen.
Im November erlitt Nationalspieler Luca Waldschmidt (23) im Spiel gegen Weißrussland eine Gehirnerschütterung und weitere Verletzungen.  © Federico Gambarini/dpa

Titelfoto: Diego Azubel/EPA/dpa


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