Stürmische Böen und Regen erwartet: Karneval wird "ungemütlich"

Essen/Köln - Das frühsommerliche Intermezzo in Nordrhein-Westfalen geht zu Ende: Nach nahezu rekordverdächtigen Temperaturen am Mittwoch übernimmt in den kommenden Tagen ein Tief die Regie. Die Aussichten für die Karnevals-Tage sind damit leider eher bescheiden.

Wetterfeste Kostüme dürften in den kommenden tollen Tagen nicht schaden.
Wetterfeste Kostüme dürften in den kommenden tollen Tagen nicht schaden.  © DPA/Wetteronline

Den Jecken droht in diesem Jahr also eine Zitterpartie - falls ihre Kostüme nicht winterfest sind. Bei stürmischem Wind und schauerartigem Regen müssen sich Karnevalisten auf den Straßen in den kommenden Tagen voraussichtlich warm anziehen.

"Es wird auf jeden Fall eher ungemütlich", sagt Meteorologe Daniel Tüns vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Essen.

Bereits im Laufe des Donnerstags soll sich das schöne Wetter der vergangenen Tage verabschieden. Zum Höhepunkt der Fünften Jahreszeit soll es dann regnerisch, windig und etwas kühler werden.

Heftige Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 90 Stundenkilometern seien vornehmlich in den Kammlagen der Mittelgebirge zu erwarten, sodass die rheinischen Karnevalshochburgen davon eher verschont bleiben dürften, sagte Tüns.

Rekord-Temperaturen am Mittwoch in NRW

Am Mittwoch war das Thermometer bis zum Nachmittag in Nordrhein-Westfalen zunächst auf nahezu rekordverdächtige Temperaturen geklettert.

Mit 20,6 Grad etwa am Köln/Bonner Flughafen und 20,8 Grad in Geilenkirchen (Kreis Heinsberg) nahm der Februar 2019 Anlauf, sich einen Platz in den Geschichtsbüchern der Wetterkundler zu sichern.

Wärmer war es zuvor in einem Februar etwa noch im Jahr 1990 mit 21,4 Grad in Elsdorf (Rhein-Erft-Kreis) oder mit 22,5 Grad im Jahr 1900 in Münster.

"Vom Winter sind wir weit entfernt", sagte Tüns. Mit einer Temperatur von durchschnittlich 4,0 Grad Celsius und einer Niederschlagsmenge von 265 Litern pro Quadratmeter und Jahr gehört NRW nach den Messungen der Meteorologen zu den wärmsten und niederschlagsreichsten Regionen in Deutschland.

Titelfoto: DPA/Wetteronline

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