In diesem Friseursalon frisieren talentierte Flüchtlinge die Haare

Köln – Im Kölner Friseursalon "Arson Hair" werden junge Flüchtlinge für die Berufsausbildung fit gemacht.

Das multikulturelle Team von "Arson Hair".
Das multikulturelle Team von "Arson Hair".  © Arson Hair

Die Inhaberin Yenigül Arslan (57) ist gewollt in Zeiten der Flüchtlingskrise einen Beitrag zu leisten – und bietet jungen Flüchtlingen eine berufliche Perspektive an.

Aus diesem Grund hat die erfahrene Friseurmeisterin zusätzliche Ausbildungsplätze in ihrem Salon geschaffen.

Die Handwerkskammer Köln vermittelt auf Nachfrage junge Flüchtlinge und bietet ihnen die Chance, sich schneller in der neuen Heimat zu integrieren.

Seit rund 16 Monate durchlaufen nun acht junge Erwachsene aus Senegal, Syrien, Albanien, Bulgarien, dem Irak und Iran eine sogenannte Einstiegsqualifizierung im "Arson Hair".

Fünf Tage die Woche arbeiten Yenigüls Lehrlinge Vollzeit im Salon. Zusätzlich müssen sie einen Sprachkurs belegen und zur Schule gehen.

Täglich waschen, schneiden, färben und stylen sie den Kunden und Kundinnen die Haare – und trainieren damit täglich die deutsche Sprache.

"Wir stellen hier keine Flüchtlinge zum Putzen ein", erklärt die Chefin Yenigül Arslan. "Die Arbeit mit den Flüchtlingen passt zu unserem Konzept", so die Friseurmeisterin weiter. Die 57-Jährige weiß, wovon sie redet, schließlich habe sie bereits 300 Lehrlinge in ihrem Leben ausgebildet. Doch die Arbeit mit motivierten Flüchtlingen sei besonders bereichernd.

Durch eine Einstiegsqualifizierung können die Zugewanderten sich 12 Monate lang auf eine qualifizierte Ausbildung vorbereiten. Dank des Integrationsprojektes bekommen sie zudem die Chance im beruflichen Leben Fuß zu fassen.

"Meine jungen Assistenten sind sehr ehrgeizig und bringen viel Talent für das Handwerk mit." Auch die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen funktioniere sehr gut.

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