Vermeintlicher Ebay-Käufer soll Kölnerin fast getötet haben

Köln – Er soll die Frau (41) während des Verkaufsgesprächs in ihrer Wohnung attackiert haben: Wegen eines Überfalls nach einem Ebay-Inserat steht am Mittwoch (9.15 Uhr) ein 59-Jähriger vor dem Kölner Landgericht.

Der Angeklagte (59) soll die Frau (41) in ihrer Wohnung mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben (Symbolbild).
Der Angeklagte (59) soll die Frau (41) in ihrer Wohnung mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben (Symbolbild).  © 123RF

Die Anklage wirft dem Mann (59) gefährliche Körperverletzung, versuchte Geiselnahme und versuchten besonders schweren Raub vor.

Laut Anklage versuchte der Mann am 31. August 2018 die Verkäuferin während der Verhandlung des Preises für ein Kinderbett in ihrer Wohnung zu überwältigen. Er habe Geld von ihr verlangt und seiner Forderung mit einem Messer Nachdruck verliehen.

Die Frau soll sich gewehrt haben, woraufhin sie mit dem Messer lebensgefährlich verletzt wurde. Nachbarn, die Hilfeschreie hörten, hätten den Verdächtigen schließlich überwältigt.

Die 41-Jährige war blutüberströmt im Treppenhaus zusammengebrochen und mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden.

Der Tatverdächtige hatte sich leicht verletzt und war am Tatort festgenommen worden. Gegen ihn wurde nur einen Tag später ein Haftbefehl erlassen (TAG24 berichtete).

Update, 14.24 Uhr

Der Verteidiger des Angeklagten kündigte am Mittwoch am ersten Verhandlungstag am Landgericht Köln ein umfängliches Geständnis seines Mandanten an, allerdings erst für den nächsten Prozesstag.

Als Motiv für den Überfall vermutet die Staatsanwaltschaft, der Frührentner habe "seine finanzielle Situation aufbessern" wollen. Aus Sicht der Anklage verwickelte er die Frau in einen dramatischen Kampf um Leben und Tod. Das Opfer überlebte den Überfall nach einer Notoperation im Krankenhaus.

Laut Anklage ist die Frau bis heute traumatisiert von dem Geschehen. Der Verteidiger des Angeklagten erklärte am Rande des Verfahrens, dass der 59-Jährige ihr im Rahmen eines Täter-Opfer-Ausgleichs 15.000 Euro Wiedergutmachung angeboten habe.

Die Frau hatte ein Kinderbett zum Verkauf angeboten. Bei der Preisverhandlung eskalierte die Situation.
Die Frau hatte ein Kinderbett zum Verkauf angeboten. Bei der Preisverhandlung eskalierte die Situation.  © DPA

Titelfoto: Bild-Montage 123RF/dpa

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