Darum war Verona Pooth "sieben Jahre komplett machtlos"

Köln - Verona Pooth (50) schreibt in ihrem neuen Buch "Nimm dir alles, gib viel - das Verona-Prinzip" humorvoll, nachdenklich und motivierend über ihr abwechslungsreiches Leben. TAG24 traf Autorin Verona Pooth am Rande einer Signierstunde im Kölner "Depot"-Store zum Interview.

Verona Pooth bei der Signierstunde im Kölner "Depot"-Store.
Verona Pooth bei der Signierstunde im Kölner "Depot"-Store.  © TAG24/Brüggemann

TAG24 Ihr Buch heißt ja „Nimm dir alles, gib viel – das Verona Prinzip“ - Was steckt hinter dem Buchtitel?

Verona Pooth: "Der Titel ist erst beim Schreiben entstanden. Dahinter steckt das Prinzip meiner Mutter. Darunter ist zu verstehen: 'Hab den Mut, trau dir was zu, überlege nicht so lange, sei nicht so zögerhaft. Nimm dir alles, wonach dir ist und trau dir eine Menge zu, aber gib immer etwas zurück’. Und das ist das Prinzip, wonach ich lebe. Wenn man mein Buch durchliest, versteht man genau was ich meine. Das erkläre ich auch immer meinen Kindern.“

TAG24 Welche Rolle spielte ihre Mutter für Sie?

Verona Pooth: "Meine Mutter hat mich sehr temperamentvoll und vorausschauend erzogen und sie hat mir immer Weisheiten mit auf den Weg gegeben. Deshalb heißt das Kapitel im Buch auch Captain Mamita.

Meine Mamita hat immer gesagt: Wenn du etwas außergewöhnliches angeboten bekommst, dann sag erst mal ja und regel später wie du es hinbekommst, denn manche Dinge wirst du nur einmal im Leben gefragt.“

TAG24 Sie schreiben über Ihre Mutter als Vorbild. Wie hat sie Ihnen geholfen?

Verona Pooth: "Meine Mutter lebt ja leider nicht mehr. Aber sie war immer ein Vorbild für mich, da sie sehr emanzipiert für ihre Generation war. Sie hat immer gesagt: 'Je mehr du aus deinem eigenen Leben machst, desto weniger musst du dir von anderen Leuten was sagen lassen.' Mit ihren Sprüchen bin ich recht schnell unabhängig geworden.

Das hat nicht immer mit viel Geld zu tun, sondern auch mit einer Einstellung. Das bewundere ich noch immer an meiner Mutter, dass sie das bereits in ihrer Generation so gut auf die Reihe bekommen hat."

Verona Pooth über Demenz: Das kann einem das Herz brechen

Für Fans machte Verona Pooth auch Selfies von sich.
Für Fans machte Verona Pooth auch Selfies von sich.  © TAG24/Brüggemann

TAG24 Sie widmen ein Kapitel ihrer Ehe und der Liebe zu ihrem Mann. Was bedeutet er Ihnen?

Verona Pooth: „Ich glaube, das Kapitel über meine glückliche Ehe, die bereits 19 Jahre hält, ist schon sehr lehrreich, vor allen Dingen lernt man auch meinen Mann Franjo von einer ganz anderen Seite kennen. Mein Mann hat zum Beispiel sehr an meiner Seite gestanden, als meine Mutter an Demenz erkrankt und letztendlich daran gestorben ist. In dieser Zeit war ich sieben Jahre komplett machtlos. Da nützt es auch nichts prominent zu sein. Und Franjo hat mit seinem großen Herzen und seiner besonderen Art mir sehr beigestanden, das werde ich ihm nie vergessen. Und deshalb ist er mein Traummann.“

TAG24 Sie geben sich meistens als starke Frau und sind vielen ein Vorbild. In welchen Situationen sind Sie denn nicht so stark?

Verona Pooth: „Meistens fühle ich mich schon stark. Gerade wenn es mal schlimm wird, denke ich, jetzt muss ich erst recht stark sein. Als meine Mutter an Demenz erkrankt ist, hat sie sich verändert. Diese Krankheit ist einfach heimtückisch. Die Menschen verlieren ihre Erinnerung, ihr Gedächtnis. Sie verändern sich auch im Charakter.

Plötzlich werden die Liebsten garstig und unausstehlich, das kann einem schon das Herz brechen. Das ist sehr hart. Und da brauchte auch ich jemanden an meiner Seite. Freunde und Familie sind am Ende des Tages das Wichtigste.“

Kurz-Ehe mit Dieter Bohlen war "crazy love-story"

Verona Pooth weiß, wie sie ihr Buch in Szene setzt.
Verona Pooth weiß, wie sie ihr Buch in Szene setzt.  © TAG24/Brüggemann

TAG24 Eine Frage noch zu ihrer Kurz-Ehe mit Dieter Bohlen. Sie haben sich scheiden lassen, weil er sie geschlagen hat. Ist das ein Schritt, den jede Frau sofort tun sollte, wenn so etwas passiert?

Verona Pooth: „Natürlich ist das ganz wichtig, dass wir ordentlich miteinander umgehen. In meiner Kurzehe von vier Wochen war das ein unglücklicher Tag. Das war eine crazy Love-Story ohne Happy-End. Aber es war genauso, wie es in meinem Buch steht. Trotzdem hatten wir auch gute Zeiten, sonst hätten wir nicht geheiratet.“

TAG24 Was kommt als nächster Schritt in ihrer so abwechslungsreichen Karriere?

Verona Pooth: Ich habe mir viele berufliche Träume erfüllt. Ich habe mit 15 gemodelt, war Modedesignerin, Moderatorin und Sängerin. Ich glaube beruflich habe ich so ziemlich alles für mich ausprobiert. Da ich momentan sehr Sport fixiert bin, trainiere ich sehr häufig. Ich arbeite jetzt an einer Sportlinie. Sport, Fitness und Beauty, dass ist das, woran ich momentan Spaß habe. Deshalb überlege ich meine eigene Sportlinie noch dieses Jahr auf den Markt zu bringen“

Titelfoto: TAG24/Brüggemann

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