"Sabine" noch nicht vorbei? Warnung vor weiteren Sturmböen in NRW

Essen/Köln – Der Deutsche Wetterdienst warnt auch nach dem Durchzug von Sturmtief "Sabine" weiter vor schweren Sturmböen in Nordrhein-Westfalen.

Auch am Montag und Dienstag soll es in NRW recht stürmisch werden (Archivbild).
Auch am Montag und Dienstag soll es in NRW recht stürmisch werden (Archivbild).  © Boris Roessler/dpa

Vereinzelt seien am Montag sogar orkanartige Böen bis Windstärke elf möglich, teilte der DWD am späten Vormittag mit.

Am Dienstag werde der Wind ähnlich stark wie am Montag, erst in der zweiten Tageshälfte gehe er zurück, sagte eine Sprecherin.

Bei Schauern und Temperaturen zwischen 1 und 7 Grad sollte am Montag die Schneefallgrenze auf 600 Meter sinken. Im Bergland seien damit Schnee und Glätte zu erwarten. Am Dienstag werden schauerartige Niederschläge und Höchsttemperaturen zwischen 7 und 10 Grad erwartet, in höheren Lagen 4 Grad.

In der Nacht auf Montag hatte "Sabine" teils orkanartige Winde nach NRW gebracht (TAG24 berichtete).

Die höchste Windgeschwindigkeit in Nordrhein-Westfalen wurde auf dem Kahlen Asten (842 Meter) gemessen. Einer Grafik auf Kachelmannwetter.de zufolge war dort eine Orkanböe 137 Stundenkilometer schnell. Dies entspricht Windstärke 12. Orkanartige Böen wurden demnach unter anderem in Wuppertal (111 km/h), Aachen und Werl (beide 106 km/h) registriert.

Betreten der Wälder nach Sturm gefährlich

Nach dem Sturm sollten Wälder in NRW wegen möglicher Gefahren nicht betreten werden.
Nach dem Sturm sollten Wälder in NRW wegen möglicher Gefahren nicht betreten werden.  © Arnulf Stoffel/dpa

Nach dem Abflauen von Sturm "Sabine" sollten laut einer Warnung Nordrhein-Westfalens Wälder von Spaziergängern und Freizeitsportlern weiterhin nicht betreten werden.

Angebrochene Äste können jederzeit herabfallen, umgestürzte Bäume können auf Spannung stehen, wie der Sprecher des Landesbetriebes Wald und Holz Michael Blaschke am Montag sagte.

Welchen Schaden die Orkanböen landesweit in den Wäldern angerichtet haben, war am Vormittag noch nicht abschätzbar. "Die Forstleute müssen sich erst ein Bild von der Lage machen", sagte Blaschke. Auch sie müssten sehr umsichtig vorgehen und gucken, an welchen Stellen sie den Wald überhaupt betreten können, wenn sie sich an ihre "saugefährliche Arbeit" machten.

Weil in den Wäldern wegen des Borkenkäferbefalls so viele noch frische Kahlflächen entstanden sind, waren die Sorgen vor erheblichen Auswirkungen des Sturmes im Vorfeld groß: "Die Bäume, die die neue Waldkante bilden, sind es nicht gewohnt, dass da der Sturm reingreift", erklärte Blaschke. Sie seien besonders anfällig.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa


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