So skrupellos macht die Werbung unsere Kinder süchtig

Ein WDR-Redakteur stellte Szenen nach, die er bei (Zucker)Werbeagenturen erlebte (das ganze Video steht unten).
Ein WDR-Redakteur stellte Szenen nach, die er bei (Zucker)Werbeagenturen erlebte (das ganze Video steht unten).

Köln - Wenn Familien mit kleinen Kindern einkaufen gehen, landen oft kiloweise Süßigkeiten im Einkaufswagen. Und auch sonst: In fast allen Produkten ist Zucker in rauen Mengen. Doch wen stört es...?

Die Hersteller verdienen riesig an der Übersüßung der Gesellschaft. Und die Konsumenten wissen gar nicht, auf welche gesundheitlichen Gefahren sie sich einlassen.

Vor diesen Gefahren will auch das WDR-Wissenschaftsmagazins "Quarks & Co." in seiner aktuellen Ausgabe warnen und fragte vor allem bei verantwortlichen Werbeagenturen, warum Süßkram trotz allem so skrupellos vermarktet wird.

So wurden in Deutschland 2014 lediglich 19 Millionen Euro ausgegeben, um für Obst- und Gemüse zu werben, stattdessen aber 713 Millionen für Süßwaren.

Von den Werbeagenturen wollte vor laufender Kamera keiner ein Statement dazu abgeben. Doch das Filmteam griff zu einem Trick.

Bei Facebook schreiben die Filmemacher: "Unternehmen wollen Kindern viel Zucker verkaufen. Wir durften die Werbeagenturen allerdings nicht zeigen, Anwälte haben die Ausstrahlung unseres Films untersagt. Wir machen's trotzdem. Denn Burkhardt Weiß und Ralph Caspers haben die verbotenen Szenen aus der Werbeagentur 1:1 nachgestellt und nachgesprochen."

Das Ergebnis sind unglaubliche Aussagen wie: "Kinder in Richtung einer gesunden Ernährung zu lenken, ist nicht lukrativ..."

Fazit des Beitrages: Die Zuckerlobby hat es auf unsere Kleinsten abgesehen hat. Mit einprägsamen Figuren und Slogans sollen die Kinder abhängig gemacht werden. Und aus einem süchtigen Kind, wird ein süchtiger Erwachsener, wird ein lebenslanger (Zucker)Kunde.


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