Wegen Fußball-WM und Olympia: RTL macht weniger Umsatz

Luxemburg/Köln - Der Kölner Fernsehsender RTL hat im vergangenen Jahr in Deutschland Abstriche im TV-Werbegeschäft hinnehmen müssen.

An den sportlichen Groß-Ereignissen im vergangenen Jahr war RTL nur am Rande beteiligt - eine wichtiger Grund für den Umsatz-Rückgang.
An den sportlichen Groß-Ereignissen im vergangenen Jahr war RTL nur am Rande beteiligt - eine wichtiger Grund für den Umsatz-Rückgang.  © DPA

Die Umsätze im Inland des international tätigen Medienkonzerns sanken im vergangenen Jahr um 2,8 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro, wie RTL am Mittwoch mitteilte.

Grund für das Minus: Der heiße Sommer, die Fußball-Weltmeisterschaft und die Olympischen Winterspiele im vergangenen Jahr.

Die Sport-Events liefen alle bei der Konkurrenz.

In Märkten wie Frankreich und den Niederlanden lief es besser. Insgesamt stieg der Konzernumsatz um 2,1 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro.

Das Betriebsergebnis (Ebitda) sackte um 5,7 Prozent ab auf 1,4 Milliarden Euro, was an einem hohen Vergleichswert aus dem Vorjahr lag - damals wurden Immobilien in Paris für 94 Millionen Euro verkauft.

Rechnet man diesen einmaligen Effekt heraus, wäre es immerhin ein kleines Plus von 0,7 Prozent gewesen.

Streaming-Dienst "TV Now" gewinnt an Bedeutung

Neben dem TV-Geschäft gewinnen zwei relativ junge Standbeine des Medienkonzerns an Bedeutung, und zwar die Produktionsgesellschaft Fremantle und Digitalangebote, etwa der Streaming-Dienst "TV Now". Beide Geschäftsbereiche zogen stark an.

Allerdings sind diese Geschäfte nicht so profitabel wie das klassische TV-Geschäft. Zudem musste RTL einen Rückschlag in seiner Digitalsparte verkraften - das erst 2014 übernommene Videonetzwerk Stylehaul aus den USA musste für 105 Millionen Euro abgeschrieben werden.

Die Zentrale von RTL Deutschland ist in Köln, die übergeordnete RTL Group sitzt in Luxemburg.

Titelfoto: DPA

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